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Fürchterlicher Traum

Diese Nacht hatte ich einen fürchterlichen Traum. Ich träumte, zuerst vernommen zu werden und dann in einer Art Kommandozentrale aufzuwachen, wo ich der Supreme Commander bin und in einem Krieg Entscheidungen treffen muss. Dabei verstricke ich mich in Widersprüche und glaube zum Schluss, dass ich gezwungen bin, das Gegenteil von dem zu sagen, was ich meine. Einige Unteroffiziere zweifeln an meiner Qualifikation. Dann wird mir gesagt, dass ich nur deswegen als Mensch geboren worden sei, weil ich als Supreme Commander einen Fehler gemacht habe, und dass die Welt, in der ich Supreme Commander bin, die eigentliche, wirkliche Welt sei. Außerdem träume ich, dass ich meine Mutter geboren hätte.

Lust am Philosophieren

Meine Jugend habe ich in einer Gemeinschaft von Computerkünstlern verbracht. Obwohl ich teilweise über die Fähigkeiten verfügte, solche Kunstwerke zu erschaffen, habe ich nur ungern daran gearbeitet, weil ich zwar schon kreativ bin, aber eher philosophisch als künstlerisch veranlagt. Mein Interesse am Philosophieren wurde von meinen Eltern nicht gefördert. Für meinen Vater war Karl Popper das A und O, und meine Mama hat sich für Philosophie überhaupt nicht interessiert. Auch die Computerkünstler waren nicht sehr philosophisch.   Seit April 2023 bin ich Mitglied der International Society for Philosophical Enquiry. Dort gibt es Gleichgesinnte.

Von der Genomforschung zur Medizin

Wenn man noch die Adresse meiner Homepage aus dem Jahr 2002 kennt, findet man mit der Wayback Machine interessante Dinge. So etwa die Vollversion meines Gentechnik-Skripts, aus dem ich später auf Wunsch von Frau Professor den Teil über das Praktikum entfernt habe, weil er inzwischen veraltete Methodiken beschrieb.   Das erinnert mich daran, dass das Medizinstudium zwar der Wunsch meines Vaters war, aber mich die Genomforschung durchaus interessiert hat. Ein Jahr vor meiner Matura habe ich das Buch "Genome - The Autobiography of a Species" von Matt Ridley gelesen, und im letzten Schuljahr habe ich den Biologieunterricht durchaus genossen, in dem es um Genetik ging. Nach dem ersten Semester meines Medizinstudiums habe ich dann ein Praktikum über Gentechnik in der Medizin absolviert, zu dem ich eben dieses Skript verfasst habe. Später habe ich auch das Wahlfach Humangenetik besucht. Eigentlich könnte man auch sagen, dass ich mich für das Medizinstudium entschieden hätte, weil mi...

Kommunikationskanäle, die nicht so leicht zu überwachen sind

In den frühen 1990er Jahren war die Computerszene noch so organisiert, dass sie von der "realen" Welt deutlich getrennt war. Die Kommunikation erfolgte postalisch oder über spezielle Bulletin Board Systems, zu denen Nichteingeweihte keinen Zugang hatten. Dann verlagerte sich alles ins Internet und wurde quasi öffentlich. Die Websites, auf denen die Szener kommunizieren, sind frei zugänglich. Man muss nur wissen, wo man suchen muss. Und das spricht doch für eine gewisse Naivität. Denn jetzt kann auch die Szene staatlich kontrolliert werden. Aber anscheinend ist das den Szenern recht, denn sie haben auch unterstützt, dass die Computerszene ins Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen werden soll (in einigen Ländern ist sie bereits nationales Kulturerbe). Ich frage mich, ob die heutige Jugend über nicht so leicht überwachbare Kommunikationskanäle verfügt, wie sie die Computerszene der frühen 1990er Jahre hatte.

Das Internet – von der „Demokratisierung des Wissens“ zum Überwachungsstaat à la 1984?

Wie wurde das Internet doch in den 1990er Jahren gefeiert: Der Zugang zu Wissen wurde auf einmal viel einfacher. Jeder konnte sich weiterbilden. Außerdem erreichte die Meinungsfreiheit ein neues Niveau: Jeder konnte eine Homepage erstellen und dort schreiben, was er wollte, für alle zugänglich. Doch im Hintergrund werkten von Beginn an dunkle Mächte, die das Internet vor allem als eine Möglichkeit betrachteten, die Bevölkerung zu kontrollieren. Geheimdienste bauten umfangreiche Datenbanken über jeden einzelnen Einwohner dieser Welt auf, gestützt auf dem, was diese von sich im Internet preisgaben. Wie realistisch denkende Menschen längst erkannt haben, stellt es nun ein Risiko dar, eine Homepage oder einen Blog zu betreiben: denn alles, was man von sich preisgibt, kann gegen einen verwendet werden. Aber nicht nur das: Auch Postings auf Social Media oder anderen Kanälen können überwacht und ausgewertet werden. Da die Menschen zunehmend mehr Zeit im Internet verbringen und viele Amtswege ...

Akademiker, die durch das System hochgespült werden

Die Lehre, die ich aus der Zusammenarbeit mit Uwe ziehe: Uwe sagte immer, Normalbegabte wollen ein regelmäßiges Einkommen, haben keine revolutionären Ideen und sagen nicht immer die Wahrheit. In der Realität ist es offenbar so, dass die meisten Akademiker irgendwie durch das System hochgespült werden, aber eigentlich nur am Geld interessiert sind und nicht daran, irgendwelche Probleme zu lösen. Über Medizinstudenten sagt man ja, dass das oft solche sind, die sehr gut auswendig lernen können, aber in Mathematik Schwierigkeiten haben. Wie jedes Klischee, hat auch dieses einen wahren Kern. Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass ich mich einmal mit einem Professor der Chemie unterhalten habe, der früher auch Medizinstudenten unterrichtet hat. Dieser hat mir gesagt, dass die Mediziner große Probleme mit Chemie hatten und versuchten, den Stoff auswendig zu lernen. Und wenn dann solche Leute Ärzte bzw. Wissenschaftler werden, was durch den Aufbau des Medizinstudiums zumindest früher in de...

Anorganische Chemie

Vor vielleicht einem Jahr habe ich mir "Anorganische Chemie" von Riedel und Janiak gekauft. Heute habe ich es mir wieder einmal angesehen. Die ersten 400 Seiten handeln vom Aufbau der Atome, der Elektronenhülle und den chemischen Reaktionen allgemein. Das sind Dinge, die ich schon in der Schule gelernt habe. Interessant sind aber die übrigen 400 Seiten: Da geht es um die einzelnen Gruppen des Periodensystems, teilweise sogar um einzelne Elemente. Man lernt, wie sich die Elemente in chemischen Reaktionen verhalten. Das sind Dinge, die für mich neu sind. Insgesamt glaube ich nach wie vor, dass mir ein Chemiestudium Freude bereiten würde. Natürlich muss man dabei viel auswendig lernen, keine Frage, aber da mich die Materie interessiert, ist das nur halb so schlimm. Im Medizinstudium musste ich hingegen vieles auswendig lernen, was mich nicht interessiert hat. Das war sehr mühsam.