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Freier Wille und Bewusstsein

Auf YouTube gibt es wieder ein Video mit dem Titel: "Free Will is impossible". Mein Einwand dagegen: Wenn es keinen freien Willen gäbe, wir also nur dazu verdammt wären, Zuschauer eines Geschehens zu sein, das sich deterministisch abspielt, wieso haben wir dann überhaupt ein Bewusstsein? Das Bewusstsein muss ja durch Evolution entstanden sein (bzw. der Zugang zum Bewusstsein, wenn man, wie ich, die Psyche als etwas Immaterielles betrachtet). Welchen Überlebensvorteil hätten Lebewesen mit Bewusstsein, wenn sie keine Entscheidungen treffen könnten?  

Welchen Platz haben Menschen in einer Welt mit Künstlicher Intelligenz?

Diese Frage stellte sich Yuval Noah Harari in seinem Vortrag auf: https://www.youtube.com/watch?v=oJB7JNWo58w Meiner Meinung nach ist die menschliche Gesellschaft ein Phänomen, das sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt hat, weil Menschen eben nicht allein waren und sie somit gezwungen waren, eine Ordnung zu finden, die ein geregeltes Zusammenleben ermöglichte. Es hat sich eben bewährt, dass jeder Mensch seinen Lebensunterhalt selbst verdienen muss und dazu anderen Menschen als Dienstnehmer dienen kann. Wenn nun viele Menschen im Arbeitsprozess nicht gebraucht werden, weil es Künstliche Intelligenzen und Roboter gibt, die das, was sie können, mindestens genauso gut können und obendrein preisgünstiger sind, wird die Menschheit eine andere Grundlage für ein friedliches Zusammenleben finden müssen. Das sind gewaltige Herausforderungen. Darüber muss man sich wirklich Gedanken machen. Da ist das letzte Wort noch längst nicht gesprochen. Es wird verschiedene Modelle geben, die sich als Lö...

Kommentare zu ökonomischen Themen

https://orf.at/stories/3418455/ - Ich fände es nicht gut, den Euro jetzt künstlich abzuwerten. Lange hat man sich darüber beklagt, dass der Euro gegenüber dem Dollar so schwach sei. Nun ist es umgekehrt, und den Politikern ist das wieder nicht recht. Wenn die Leute jetzt mehr US-Produkte kaufen, wird der Dollar wieder steigen und sich alles einpendeln. Künstliche Interventionen sind unnötig und oft kontraproduktiv.   Peter Diamandis schrieb in seinem aktuellen Newsletter über das MOSAIC-Modell, das ein "universal high income" verspricht. Mein Kommentar dazu: Einkommen ist immer in Relation zu den Ausgaben zu sehen. Wenn die Produktion so billig wird, dass das Angebot die Nachfrage weit übersteigt, werden auch die Preise sinken. Das ist dasselbe, wie wenn die Preise stabil blieben, aber jeder ein höheres Einkommen hätte.

Mein Leben als Erwachsener

Die Menschheit ist schlecht. Ich habe viele schlimme Erfahrungen mit Menschen gemacht. Es gibt nur wenige, die wirklich gut sind. Was aus einem Menschen werden kann, hängt vor allem mit seiner Sozialisation zusammen. Wer etwa Fabriksbesitzer als Eltern hat, hat eine ganz andere Perspektive auf das Leben als jemand, dessen Eltern einfache Arbeitnehmer sind. Meine Mutter war Lehrerin, mein Vater Ingenieur. Eine Lehrerin hat relativ viele Freiheiten. Als Ingenieur im Außendienst konnte sich mein Vater zumindest seine Zeit einigermaßen frei einteilen. Somit ist beiden immer relativ viel Zeit geblieben, um sich mit mir zu beschäftigen. So hatte ich zumindest mehr Möglichkeiten als die meisten Kinder, die nur die Erfahrung machen, von Erwachsenen beherrscht zu werden. Mit moralischer Unterstützung meiner Eltern verbrachte ich viel Zeit mit Computerprojekten und wurde Herausgeber einer eigenen Zeitschrift. Aber wie beschränkt meine Möglichkeiten sind, merkte ich nach der Matura. Auf Wunsch me...

Und noch ein verrückter Traum

Heute Nacht habe ich geträumt, dass ich schon die dritte Reise antreten möchte, die von Kriminellen für Studenten organisiert wird, die uns ausbeuten möchten. Meine Mama versucht mich davon abzuhalten, vergebens. Ich trinke dann in der Hotelkneipe und gehe in einen hinten gelegenen Raum. Dort habe ich das Gefühl, dass meinem Bewusstsein gegenüber zensiert werde, was ich eigentlich erlebe. Dieses Gefühl hatte ich auch vor kurzem in einem Urlaub in der Slowakei, wo man mich für den KGB rekrutieren wollte. Ich ging dann eine Treppe hinab, wobei die Seitenwände an die menschliche Speiseröhre erinnerten. Dann sah ich auf einem Bildschirm, dass ich im AKH auf der Kardiologie lag und mit zwanzig Medikamenten vollgepumpt wirde. Der Schuldige war mein böser Professor für Anatomie, Helmut G., der mich nicht leiden wollte und mich töten wollte. Ich traf meine Studienkollegin Claudia E., die das gleiche Problem hatte. Dann erinnerte ich mich, dass sie doch Chirurgin geworden war - o...

"Jung. Liberal. Egoistisch."

Durch Zufall bin ich heute auf diesen Artikel gestoßen: https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/10/30/jung-liberal-egoistisch/ Der Slogan "Steuern sind Raub" ist für mich ein alter Bekannter. Ihn kenne ich aus meiner Zeit, als ich mich selbst mit libertärem Gedankengut beschäftigt habe. Tatsächlich war ich während meiner Studentenzeit bei den Jungen Liberalen Österreichs Mitglied und habe später auch bei bundesweiten Wahlen für die Partei NEOS kandidiert. Mit der Zeit bin ich aber darauf gekommen, dass die meisten "Liberalen" anders ticken als ich: Ihnen geht es ums Materielle, sie wollen möglichst reich werden. Mir sind hingegen die Gedanken- und Meinungsfreiheit wichtiger, und um diese war es auch in diesen Parteien nicht gut bestellt. Mir scheint Freidenkertum überhaupt nicht mit einer Parteimitgliedschaft vereinbar zu sein. Wenn man wirklich sagen möchte, was man will, darf man sich keiner Partei anschließen. Zum Libertarismus habe ich inzwischen ein distanziert...

Informatikunterricht an Schulen in deutschen Bundesländern

Gestern war in der Sendung nano auf 3sat ein Bericht über den Informatikunterricht in Hamburg und Sachsen. Ich finde es zwar gut, dass nun zumindest in einigen Bundesländern dieser Schwerpunkt an Schulen gesetzt wird. Aber: Wir schreiben das Jahr 2026! Das ist längst überfällig und hätte schon vor dreißig Jahren geschehen sollen!