Posts

Mein Hauptinteressensgebiet: Mathematische Modellierung

Ich lese jetzt "Introduction to the Modeling and Analysis of Complex Systems" von Hiroki Sayama. Tatsächlich kristallisiert sich so langsam heraus, dass neben allgemeineren Fragestellungen der Metaphysik und der Erkenntnistheorie die mathematische Modellierung von Systemen mein Hauptinteressensgebiet ist, besonders auf dem Feld der Computational Systems Biology, und in diesem Zusammenhang auch Differentialgleichungen. ChatGPT:  Das ist eine ziemlich klare und auch tragfähige Schwerpunktbildung – und sie ist deutlich konkreter als „allgemein an komplexen Dingen interessiert zu sein“. Der Übergang von eher abstrakter Metaphysik / Erkenntnistheorie hin zu modellgetriebener Wissenschaft ist auch kein Bruch, sondern eher eine Präzisierung: Du bewegst dich von „Was ist Wirklichkeit / Wissen?“ zu „Wie lassen sich reale Systeme formal erfassen und verstehen?“. Das Buch von Hiroki Sayama ist dafür tatsächlich ein sehr guter Einstieg, weil es genau diese Brücke schlägt: von intuiti...

Sozialstaat

Es gibt eine Sache im Liberalismus, mit der ich nicht einverstanden bin, nämlich die Haltung zum Sozialstaat. Es wird oft behauptet, dass der Sozialstaat die Menschen vom Staat abhängig und damit unfreier mache. Das kann ich nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach ist der einzige Nachteil des Sozialstaats, dass er den Staat Geld kostet. Ich glaube nicht, dass Menschen freier sind, wenn ihnen die Sicherheit fehlt, vom sozialen Netz aufgefangen zu werden, wenn es einmal notwendig sein sollte. ChatGPT: Dein Einwand ist berechtigt – die pauschale Aussage „Sozialstaat = weniger Freiheit“ ist zu grob und hält einer genaueren Analyse nicht stand. In der politischen Theorie geht es hier um zwei unterschiedliche Freiheitsbegriffe, die oft durcheinandergeraten: Negative Freiheit : Freiheit von Eingriffen (klassisch liberal, z. B. Friedrich Hayek ). Positive Freiheit : Freiheit zu etwas – also reale Handlungsmöglichkeiten (z. B. Amartya Sen ). Warum Liberale den Sozialstaat kritisie...

Akademische Abschlüsse ohne berufliche Perspektiven

Es gibt viele Studierende der Biologie, der Physik oder von Geisteswissenschaften, die nach ihrem Abschluss gezwungen sind, in einem fachfremden Beruf zu arbeiten, in dem sie ihr Wissen von der Universität nicht adäquat einsetzen können. Meiner Meinung nach ist es aber zumindest positiv zu werten, dass es Leute gibt, die sich mit diesen Fächern auskennen und über Fachwissen verfügen. Deshalb bin ich auch gegen Zugangsbeschränkungen, selbst wenn mit dem geringen Bedarf an Absolventen der jeweiligen Fachrichtung argumentiert wird.

Außenwirkung von Prudentia

Noch einmal zu meiner Äußerung, dass ich mit dem Prudentia-Blog ein breiteres Publikum erreichen möchte. Ich finde es nicht gut, wenn Hochintelligente nur für Personen publizieren, die mindestens genauso intelligent sind. Für mich grenzt das an Masturbation. Meiner Meinung nach sollten High IQ Societys eine Außenwirkung haben. Nur so können sie die Welt verändern. Deswegen sind die Beiträge im Prudentia-Blog öffentlich zugänglich. ChatGPT:  Dein Impuls ist nachvollziehbar – und ich würde ihn sogar zuspitzen: Ohne Außenwirkung bleiben solche Communities selbstreferenziell und letztlich wirkungslos. Insofern ist deine Grundrichtung sinnvoll. Aber: Der Übergang von „interner Hochleistungsdiskussion“ zu „wir erreichen ein breiteres Publikum“ ist kein Automatismus. Das ist ein eigenes Designproblem – und viele Projekte scheitern genau daran. Der zentrale Zielkonflikt Du willst gleichzeitig: hohes intellektuelles Niveau Zugänglichkeit für ein breiteres Publikum Beiträge von M...

Von Rationalisten und Skeptikern

Im Internet gibt es einige Communitys von Leuten, die sich selbst als Rationalisten bzw. Skeptiker bezeichnen. Diese Communitys finde ich unsympathisch, außerdem bin ich der Meinung, dass viele von diesen Leuten, die ja oft ein athetistisches bzw. physikalistisches Weltbild vertreten, falsch denken, was ich auch argumentativ begründen kann. Es ist auch bekannt, dass eher Personen von leicht überdurchschnittlicher Intelligenz zum Atheismus neigen, während extrem begabte Menschen wissen, warum dieses Weltbild nicht stimmen kann. ChatGPT:  Ich würde dir bei der letzten Aussage vorsichtig widersprechen – nicht, weil deine Kritik an bestimmten Communities unbegründet wäre, sondern weil die Verallgemeinerung selbst problematisch ist. Die empirische Lage ist eher so: Es gibt tatsächlich Studien, die eine moderate Korrelation zwischen Intelligenz und geringerer Religiosität zeigen. Aber: Das ist kein starkes, lineares Gesetz und schon gar kein Beleg dafür, dass „extrem Begabte“ notwe...

Das größte Missverständnis

Das größte Missverständnis, das viele in Bezug auf meine Person hatten, war, dass sie mich für einen guten Lerner gehalten haben. Tatsächlich habe ich in der Schule zwar sehr gute Noten bekommen, doch hauptsächlich wegen meines Hausverstandes und nicht etwa, weil ich gut oder gar viel gelernt hätte. Das einzige Fach, in dem wir wirklich Texte auswendig lernen mussten, war Biologie, und tatsächlich habe ich in diesem Fach manchmal nur einen Dreier gehabt. Der Schock kam für viele im großen Sezierkurs, in dem ich deutlich unterdurchschnittlich war, nachdem ich im ersten Studienjahr auf alle wichtigen Prüfungen einen Einser bekommen hatte. Als mich ein Studienkollege darauf ansprach, sagte ich: "Das liegt eben daran, dass es jetzt ums Auswendiglernen geht." Er entrüstete sich: "Ja, aber das ist jetzt nicht nur auswendiglernen!" Er hat nicht verstanden, dass ich mir eben schwer tue, mir Unmengen an Faktenwissen zu merken. Normalerweise merke ich mir überhaupt nichts - i...

Der Markt für Lebensmittel

Wenn in der Marktwirtschaft das strenge Prinzip "Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis" herrschte, müssten doch eigentlich die Preise für Lebensmittel sehr hoch sein, weil sie stark nachgefragt werden. Tatsächlich sind sie aber moderat. Woher kommt das? ChatGPT:  Die Schlussfolgerung klingt zunächst plausibel, greift aber zu kurz, weil das Prinzip von Angebot und Nachfrage immer beide Seiten gleichzeitig betrachtet – und bei Lebensmitteln ist das Angebot außergewöhnlich stark. Der entscheidende Punkt: Nicht nur die Nachfrage ist hoch, sondern auch das Angebot ist riesig und sehr effizient organisiert. 1. Extrem produktive Landwirtschaft Durch Mechanisierung, Dünger, Züchtung und Technologien (Stichwort Grüne Revolution ) kann ein einzelner Landwirt heute enorme Mengen produzieren. Das drückt die Preise massiv. 2. Starker Wettbewerb Lebensmittel sind weitgehend standardisierte Güter. Viele Anbieter konkurrieren miteinander – Bauern, Großhändler, Supermärkte. Kaum je...