Charakterisierung von Normalbegabten - Revisited

Mein inzwischen leider verstorbener Freund und Mentor Dr. Uwe Rohr vertrat die Ansicht, dass sich Normalbegabte durch drei Eigenschaften auszeichneten:

  • Sie wollen ein regelmäßiges Einkommen,
  • sie haben keine revolutionären Ideen,
  • und sie sagen nicht immer die Wahrheit.

Meiner Meinung nach hängen diese drei Eigenschaften miteinander zusammen. Die Ursache von allem besteht darin, dass bereits die Ausbildung für Normalbegabte mit großen Herausforderungen verbunden ist - manche von ihnen sind damit schon überfordert. Deswegen gilt ihr Bestreben dem Ziel, ein regelmäßiges Einkommen zu erwirtschaften, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Natürlich ist es auch für Hochbegabte wichtig, den Lebensunterhalt gesichert zu haben, aber wenn sich jemand in Schule, Beruf und Studium leichttut, wird er das wahrscheinlich eher für eine Selbstverständlichkeit erachten.

Meiner Meinung nach kann ein Normalbegabter schon revolutionäre Ideen haben, aber er wird sie in der Regel für sich behalten und nicht forcieren, dass diese Ideen umgesetzt werden, wodurch er möglicherweise sein regelmäßiges Einkommen riskieren könnte. Damit hängt auch zusammen, dass er nicht immer die Wahrheit sagen wird. Alles wird dem Streben nach einer gesicherten Existenz untergeordnet.

Allerdings möchte ich nicht behaupten, dass Hochbegabte automatisch Draufgänger seien, die existenzielle Risiken eingehen. Deshalb finde ich, dass Uwes Charakterisierung mit "a grain of salt" betrachtet werden sollte.

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