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Es werden Posts vom März, 2025 angezeigt.

"Soziopath"

Im Anschluss an das Posting bzgl. Autismus: Mich beschäftigt es schon, wie schlecht ich in meiner Jugend von anderen Menschen behandelt worden bin. Ich wurde oft als "Psychopath" bzw. "Soziopath" bezeichnet, man sagte über mich, ich sei "krank" und müsse weggesperrt werden. Das spricht an sich für Autismus, es könnte aber auch sein, dass ich einfach eine andere Persönlichkeit habe als die meisten Menschen und kein Autist im strengen Sinn bin. In diesem Sinne war auch die Wortmeldung einer Studienkollegin zu verstehen, die sagte, ich sei wohl ein kleines Genie, aber einen Arzt stelle sie sich anders vor. Ich bin mir sicher, dass es gerade unter Autisten viele gibt, die eine negative Meinung über Ärzte haben und sich viel lieber von jemandem behandeln lassen würden, der so ist wie sie selbst. So gesehen, wäre es doch gut, wenn man Leute wie mich als Arzt arbeiten ließe.

Was ich immer wieder merke

Was ich immer wieder merke, auch im Vergleich mit anderen Hochbegabten: 1. Meine Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung sind besser als die der meisten. Tatsächlich habe ich schon im Volksschulalter annähernd perfekt schreiben können. Viele können das nicht einmal im Erwachsenenalter, und das gilt auch für Akademiker. 2. Andere Menschen denken oft nicht logisch bzw. erkennen offenbar Zusammenhänge nicht, die ich erkenne. Zum Beispiel war in der Quizjagd vor einiger Zeit ein Arzt (!), der die Frage nicht beantworten konnte, mit welchem Material ein Wort zu tun hat, das den Wortstamm "Sidero" enthielt. Als Arzt hätte er eigentlich die Krankheit "Siderose" kennen müssen. Da hätte er wissen müssen, dass das mit Eisen zu tun hat. Somit wäre es nicht schwierig gewesen, darauf zu kommen, dass die gesuchte Antwort "Stahl" lautete (Stahl wird aus Eisen erzeugt). 3. Andere Menschen lernen oftmals nur, was sie unbedingt lernen müssen, und haben offenbar kein Intere...

Bin ich Autist?

Ich habe eine Mail von einem früheren Mitschüler (Volksschule) bekommen, in der er mich fragt, ob ich Autist sei. So genau weiß ich das nicht. Manches spricht dafür, manches dagegen. Ganz sicher ist, dass ich mich anders entwickelt habe als andere Kinder. Ich glaube, ich war weniger folgsam. Es gibt Videoaufnahmen von mir als Kind, in denen man sieht, wie meine Mama tausendmal an mich appelliert hat und ich einfach nicht reagiert habe. In der Schule wollte ich anfangs ja auch keine Hausaufgaben machen. Erst nachdem mir klar gemacht worden ist, dass das meine Pflicht ist und ich danach beurteilt werde, habe ich sie regelmäßig gemacht und war dann immer einer der besten Schüler meiner Klasse. Ich glaube, ich habe mich zwar sehr gut an das Schulsystem angepasst, aber daraus keine Lehren für ein allgemeines Sozialverhalten gezogen.

Wir leben in der Verrücktensiedlung

Diese Nacht habe ich geträumt, dass meine Mama ein Haus mit einem gelben Garten gekauft hat. Später stellte sich heraus, dass das Gelbe nur eine Platte war. Nachdem diese Platte entfernt worden war, zeigte es sich, dass es sich bei dem "Haus" um eine Wohnung in einer Verrücktensiedlung nahe dem Wiener AKH handelte. Hier waren wir untergebracht, weil wir verrückt sind.   In diesem Zusammenhang verweise ich auf meinen Traum vom Nord- und vom Süd-AKH: Im Nord-AKH arbeiten Chirurgen, duellieren sich regelmäßig, und Verrückte werden dort seziert. Im Süd-AKH arbeiten Internisten, nehmen Drogen und behandeln Verrückte mit Medikamenten.   Das erinnert mich an das Nordreich Israel und das Südreich Judäa.

Transhumanismus und politische Philosophie

Bald nach Beginn meines Medizinstudiums lernte ich die Philosophie des Transhumanismus kennen und machte sie mir zueigen, weil sie meinen Vorstellungen von wissenschaftlichem Fortschritt ähnelte. Die Gründungsväter des Transhumanismus waren politisch libertär gesinnt. Deshalb übernahm ich zunächst ihre libertären Ansichten. Inzwischen bin ich aber wieder für die liberale Demokratie mit sozialstaatlicher Komponente. Diese Auffassung hat sich auch unter Transhumanisten durchgesetzt. Manche tendieren sogar nach links.

Was mich am meisten interessiert

Seit dem Ende meiner Schulzeit interessiere ich mich dafür, wie Wisssenschaften und Technik das Leben der Menschen verändern. Vor 25 Jahren haben viele geglaubt, dass die biologischen Wissenschaften die größten Auswirkungen auf das tägliche Leben haben würden. Inzwischen weiß man, dass es eher Elektrotechnik und Computerwissenschaften waren, die unseren Lebensalltag am meisten verändert haben. Ich habe die Möglichkeit gehabt, mir an Universitäten in beiden Fächergebieten (biologische und technische Wissenschaften) Wissen anzueignen. Indem ich regelmäßig die Wissenschaftsnachrichten im Internet verfolge, glaube ich, im Großen und Ganzen auf dem neuesten Stand zu sein.