Posts

Es werden Posts vom Oktober, 2025 angezeigt.

Was ich heute geträumt habe

Heute habe ich geträumt, dass mein Vater Insasse einer Tötungsanstalt für Schwachsinnige sei. Dort findet gerade ein Gewinnspiel statt: Wer einen Kriminalfall lösen kann, hat entweder schlechte Eltern gehabt oder ist der Gescheiteste der Welt. Auf jeden Fall darf er unendlich lange leben. Mein Vater löst den Kriminalfall und belegt mit einer Einstichstelle am Oberarm, dass er der Gescheiteste der Welt ist - hier hat er sich die Intelligenz injiziert. Somit wird er mit unendlichem Leben belohnt. Dabei ist er aber bereits tot! Deswegen wird er zuerst wieder zum Leben erweckt.

Heutiger Traum

Ich mache in der Ukraine Urlaub. Die russische Front nähert sich. Im Haus der Kultur wird die Bevölkerung hinsichtlich indogermanischer Abstammung getestet. Jeder muss versuchen, ein Instrument zu spielen. Aus der Art und Weise, wie er es spielt, wird die Abstammung ersichtlich. Bei mir kommt heraus, dass ich nicht indogermanischer Abstammung sei. Da trickst der Testleiter und sagt, dass ich von einem seltenen indogermanischen Stamm abstamme. Ich gehe mit einigen anderen Probanden in den Hof und singe: "Ich bin Indogermane! Ich bin Indogermane!" Unterdessen schießen die Russen. Ein Mensa-Mitglied erzählt mir, dass er bei einem Mensa-Treffen heimlich von den anderen Mitgliedern Speichelproben genommen und diese in ein Labor gesendet habe. Er sei davon ausgegangen, dass es nur mehr Indogermanen gäbe, weil alle Nicht-Indogermanen von Hitler umgebracht worden seien. Bei meinem DNA-Test stellt sich heraus, dass ich weiblich bin und Martina heiße.

Mein Leben in Österreich

Meiner Erfahrung nach ist Österreich weder politisch noch gesellschaftlich ein liberales Land. Vor allem die römisch-katholische Kirche ist nach wie vor sehr mächtig. Wer dazugehören will, muss katholisch sein; wer nicht katholisch ist, wird als Mensch zweiter Kategorie betrachtet. Meine Eltern haben sich seinerzeit entschieden, mich ohne Religion zu erziehen. Ich bin nicht einmal getauft. Bereits als Kind hatte ich Schwierigkeiten mit anderen Kindern, die sich für etwas Besseres hielten, weil sie katholisch waren. Im Medizinstudium wollte ich mich dann in der Hochschülerschaft engagieren. Bei einem der ersten Treffen fragte ich vorsichtig: "Geht ihr jeden Sonntag in die Kirche?" Daraufhin der damalige Vorsitzende der Hochschülerschaft wörtlich: "Na freilich! Du etwa nicht? Dann passt du nicht zu uns! Wir sind katholisch!" Einige Jahre später, nach meiner Promotion, recherchierte ich, wer von meinen Studienkollegen eine Anstellung an der Universität bekommen hatte. ...

Das römisch-katholische Establishment Österreichs

Sie heißen Roman, Pius, Johannes, Clemens, Christian oder Franz-Joseph. Sie sind österreichische Staatsbürger, römisch-katholisch getauft. Jeden Sonntag gehen sie in die Kirche. In der Schule lernen sie alles Wort für Wort auswendig und haben lauter Einser, außer in Mathematik und Physik, wo sie schwach sind. Wenn Wahlen sind, machen sie ihr Kreuzerl brav bei der ÖVP. Sie studieren Medizin oder Jus und sind Mitglied in einer  Studentenverbindung, wo sie sich mit Wein, Weib und Gesang vom Studentendasein erholen. Das sind die, die sich für das Establishment in Österreich halten. Seinerzeit bin ich Mensa beigetreten, weil ich auf diese Weise demonstrieren wollte, dass ich diesen Leuten geistig überlegen bin. Bei Mensa bin ich aber nur auf Proleten gestoßen. Dieses etablierte Milieu fördert nur sich selbst. Von klein auf fühlt man sich als etwas Besseres. Letzten Endes entscheidet die Herkunft darüber, wer etwas wird.   Für mich war es immer das größte Problem, dass ich nicht da...

Adok, 42

Heute feiere ich meinen 42. Geburtstag. In meinem Leben habe ich verschiedene Berufe ausprobiert: In meiner Jugend war ich Computerjournalist. Dann habe ich Medizin studiert und als Arzt und Wissenschaftler gearbeitet. Schließlich habe ich mich auch in der Politik versucht. Außerdem bin ich Buchautor. Aber es hat sich letzten Endes gezeigt, dass die Software-Entwicklung am ehesten meiner Persönlichkeit entspricht und geeignet ist, mir ein regelmäßiges Einkommen zu bescheren. Deswegen werde ich mich künftig auf meinen Beruf konzentrieren und meine Freizeit hoffentlich großteils mit berufsbezogener Weiterbildung verbringen. Allerdings interessieren mich Molekularbiologie, Biochemie, Physiologie und Genetik nach wie vor, und so werde ich sicherlich auch weiterhin einschlägige Publikationen lesen und Wissenschaftsnachrichten verfolgen.

Meine Beziehung zur Philosophie

Das Fernsehinterview mit Felbermayr hat mich zu dem Gedanken gebracht: Was wäre ich eigentlich gerne? Mit meiner Intelligenz stünden mir viele Türen offen. Gerne wäre ich Universitätsprofessor geworden. Aber: für welches Fach? Vielleicht wäre doch ein Philosophiestudium das Richtige gewesen, weil es das Universellste ist. Andererseits hatte das Informatikstudium den großen Vorteil, dass es einen vernünftigen Plan B gab, nämlich die Berufstätigkeit als Software-Entwickler, der ich jetzt nachgehe. Zu meiner Beziehung zur Philosophie: Ich bin mit den Ansichten Karl Poppers zu Erkenntnistheorie und Gesellschaftspolitik aufgewachsen. Mit 12 habe ich einen ersten Versuch gewagt, Poppers Autobiografie ("Meine intellektuelle Entwicklung") zu lesen. Damals fehlte mir aber noch das nötige Grundwissen. Mit 17 hatte ich dieses. Heute fällt mir die Lektüre von Popper sehr leicht. Unter anderem habe ich Band 2 von "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" angelesen. Mehr a...