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Es werden Posts vom Januar, 2025 angezeigt.

Wie gescheit ich doch bin

Als ich noch Kind war, haben die Erwachsenen über mich immer gesagt, dass ich "sehr gescheit" sei. Als Erwachsener habe ich mich dann testen lassen und damit immerhin für die Mitgliedschaft in den Vereinen Mensa und International Society for Philosophical Enquiry qualifiziert. Mein IQ ist angeblich höher als der von 99,9 Prozent der Bevölkerung. Nach manchen Tests ist der Abstand zwischen mir und einem Gerade-noch-Hochbegabten sogar größer als der zwischen ihm und einer Person durchschnittlicher Intelligenz. Tatsächlich habe ich bei Vereinstreffen von Mensa oft die Erfahrung gemacht, dass ich nicht mitreden kann, weil die Themen, über die gesprochen wird, mir zu trivial sind.

Mit 40 fängt das Leben erst an

Carl Gustav Jung sagte ja, das Leben fange erst an, sobald man 40 ist. Bis dahin betreibe man nur "Forschung". Ich glaube, dass er Recht hat. Mit 40 habe ich die meisten Theorien gekannt, die in den verschiedenen Wissenschaften gängig sind, und erste eigene Erfahrungen in der "realen Welt" gemacht. So kann ich nun einigermaßen die tatsächliche Relevanz dieser Theorien einschätzen und mich politisch und wirtschaftlich orientieren.

Karl Popper über Hegel

Karl Popper über Hegel: Hegel, die Quelle des gesamten zeitgenössischen Historizismus, war ein direkter Nachfolger von Heraklit, Platon und Aristoteles. Hegel konnte Wunder wirken. Für einen logischen Hexenmeister wie ihn war es ein Kinderspiel, mit Hilfe seiner zauberkräftigen Dialektik wirkliche, physische Kaninchen aus rein metaphysischen Zylindern herauszuholen. So gelang es ihm, ausgehend von Platons Timaios und seinem Zahlenmytizismus, mit rein philosophischen Methoden zu beweisen (114 Jahre nach den Principia Newtons!), daß die Planeten sich nach Keplers Gesetzen bewegen müssen. Es gelang ihm sogar, die wirkliche Position der Planeten herzuleiten und dadurch zu beweisen, daß sich kein Planet zwischen Mars und Jupiter befinden könne (unglücklicherweise war es seiner Aufmerksamkeit entgangen, daß ein solcher Planet wenige Monate vorher entdeckt worden war). Auf gleiche Art bewies er, daß die Magnetisierung das Gewicht des Eisens vermehrt, daß die Newtonischen Theorien der Trägheit...

Meine Kreativität

Weil es einer der auf Facebook Mitlesenden angezweifelt hat: Ich bin definitiv kreativ veranlagt, weil ich immer wieder neue Ideen entwickle und von Zeit zu Zeit den Drang verspüre, einige davon umzusetzen. Es ist jedoch nicht so, dass ich mich selbst zwinge, regelmäßig schöpferisch tätig zu sein. Es hat sich halt herausgestellt, dass Computerspiele das Genre sind, das mich am meisten interessiert. Ich habe in meinem Leben sehr viele Ideen für neue Spiele gehabt. Das Wissenschaftliche hat mich eher am Rande interessiert. Eher habe ich mich mit Wissenschaftstheorie (Popper) beschäftigt als mit konkreten Fachwissenschaften. Deswegen hat sich in dieser Hinsicht bislang meine Kreativität noch nicht sehr entfaltet.

Einen Job bekommen

Ich kann mich erinnern, dass ich zum Zeitpunkt meiner Matura Sorgen hatte, ob ich überhaupt einen Job bekommen würde. Als ich dem Vater meine damaligen Freundin davon erzählte, meinte er: "Warum? Du kannst doch etwas!" Ja, aber es ist sehr naiv, davon auszugehen, dass man einen Job bekommen wird, nur weil man etwas kann! Es kann auch sein, dass man abgelehnt wird, weil die Persönlichkeit nicht passt oder die Berufe der Eltern oder die ethnische Herkunft oder es irgend etwas im Internet gibt, was man einmal geschrieben hat und einem nun übel genommen wird. Es kann auch sein, dass man einfach deswegen keinen Job bekommt, weil man nicht "normal" ist. Zum Beispiel, weil man an Sport nicht interessiert ist oder religiös ist oder zu intelligent ist. Es gibt tausende Gründe, warum jemand im Leben versagen kann! Ich verstehe den Vater meiner damaligen Freundin und auch andere Erwachsene seiner Generation nicht! Wie kann man nur so naiv sein!

Verheerende Wirkung für das Kind

Meine Mama hat einen neuen Staubsauger gekauft und bei der Inbetriebnahme Probleme gehabt, weil das Verlängerungskabel, das ihr der Verkäufer angedreht hat, offenbar nicht mit dem Originalkabel des Staubsaugers kompatibel ist. Das hat mich jedenfalls daran erinnert, dass es in meiner Kindheit selten, aber doch Situationen gab, wo ich ein Problem hatte und damit nicht klarkam - in der Regel waren das Probleme handwerklicher Natur. Da hat dann jedesmal mein Vater wie ein Wilder zu schimpfen begonnen, und ich habe mich geschämt, konnte letzten Endes aber nichts ausrichten. Dass sich mein Vater in solchen Situationen aufgeregt hat, ohne es selbst besser zu können, ist eigentlich ein Zeichen einer Charakterschwäche. Aber die Wirkung für das Kind ist verheerend. Ich weiß nicht, ob ich noch am Leben wäre, wenn ich nicht so ein brillanter Schüler gewesen wäre, so dass es in meiner Schullaufbahn selten Dinge gab, über die sich mein Vater aufregen konnte.

Lichtschalter

Ich habe wieder etwas erfunden: Das Problem: Wenn ich an dunklen Tagen mein Haus betrete, schalte ich den Lichtschalter bei der Tür ein, um im Vorzimmer Licht zu machen. Theoretisch könnte ich das Licht bei dem Lichtschalter bei der nächsten Tür (der Eingangstür zum Wohnzimmer) abschalten. Dann wäre der Lichtschalter bei der Haustür aber in einer Position, in der ich ihn nicht haben möchte. Das empfinde ich als unangenehm. Daher schalte ich, sobald ich meine Jacke abgelegt habe, das Licht wieder aus und begebe mich zur Wohnzimmertür, um das Licht wieder einzuschalten und meine Schuhe auszuziehen. Das Problem ist, dass ich dabei eine Wegstrecke ohne Licht zurücklegen muss, was Schwierigkeiten bei der Orientierung verursachen kann. Die Lösung: Der Lichtschalter bei der Wohnzimmertür müsste drei statt zwei Zuständen haben. Wenn ich ihn in den mittleren Zustand umschalte, bleibt das Licht entweder an oder aus, je nachdem, was vorher eingestellt war. Schalte ich nun bei der Haustür ab, ände...