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Es werden Posts vom September, 2025 angezeigt.

Selbstwertgefühl

Da ich nun den Verein Mensa (wieder) verlassen habe, rückt für mich auch die Bedeutung des Intelligenzquotienten in weite Ferne. Ich habe eingesehen, dass der Intelligenztest eigentlich nur die Fähigkeiten misst, die in diesem jeweiligen Test abgefragt werden. Man hat ja bei Mensa gut sehen können, dass es dort viele gab, die zwar eine Inselbegabung für das Lösen von Intelligenztestaufgaben hatten, aber sonst wenig konnten. Es ist viel gesünder, wenn ich mein Selbstwertgefühl darauf gründe, dass ich ein guter Informatiker und Software-Entwickler bin. Das hat auch die Konsequenz, dass ich mich in meiner Freizeit auf die berufliche Weiterbildung konzentrieren und nicht mehr in wissenschaftliche Gefilde abschweifen sollte.

Karrieretyp

Ich habe einen Bekannten, mit dem ich schon seit der Schulzeit immer wieder in Kontakt stehe. Er war einer der wenigen österreichischen Leser meiner Zeitschrift. Von Beruf ist er Software-Entwickler und führte eine Zeitlang ein eigenes Unternehmen. Vor einigen Jahren wollte er mich als Mitarbeiter für ein Projekt gewinnen. Als ich absagte, war er zuerst ganz böse und resignierte dann mit den Worten: "Karrieretyp bist du also nicht." Mich wundert es, dass er mich überhaupt für einen Karrieretypen gehalten hat, obwohl er von meinem hohen IQ wusste! Karrieretypen sind doch normalerweise nur Leute mit einem IQ von ungefähr 110. Diese Leute sind sehr aggressiv und streben danach, in ihrem Unternehmen möglichst weit nach oben zu kommen. So bin ich definitiv nicht, dazu habe ich ein viel zu hohes geistiges Niveau! Ich bin vielmehr Wissenschaftler und betrachte meinen Beruf nur als Mittel zum Zweck, ein wenig Geld zu verdienen und eine Krankenversicherung zu bekommen! Mein eigentlich...

Wie ich meine Zeit verbringe

Während meiner Zeit am Gymnasium konzentrierte ich mich auf die Demoszene. Danach folgte eine Phase eines gründlichen Bildungserwerbs, der sowohl in die Breite als auch in die Tiefe ging, verbunden mit gesellschaftlichen Erfahrungen (Club Biotech, Mensa und andere Vereine). Im Berufsleben habe ich meine Freizeit genutzt, mein Wissen aktuell zu halten. Aber dieses Wissen nutzt mir recht wenig. Ich kann damit nichts anfangen. Ich meine, nichts Kreatives.

Lebensqualität

Über die Lebensqualität habe ich mir bisher wenig Gedanken gemacht. Dabei wollte mein Vater, dass ich Medizin studiere, damit ich ein gutes Leben habe. Wenn ich an meine Erfahrungen als Famulant und Turnusarzt zurückdenke und das alles mit meinem derzeitigen Beruf vergleiche, dann bin ich aber der Meinung, dass es mir jetzt wesentlich besser geht. Ich stehe nun im Leben. Im Grunde genommen stand ich immer im Leben, aber man sagt bei uns halt, dass man am Anfang lernt, um sich auf das Leben, das nachher kommt, vorzubereiten. Aber obwohl ich im Leben stehe, lerne ich nach wie vor! Das ist einfach in meinen Genen. So gesehen, ist der Unterschied zu meiner Vergangenheit ohnehin nicht sehr groß. Wenn ich darüber nachdenke, ob meine Lebensqualität hoch ist, dann muss ich diese Ansicht bejahen. Ich habe wenig Stress und komme gut mit den Kollegen aus. Die Bezahlung passt auch. Meine Wohnungssituation ist ohnehin gut. Was will ich mehr? Nichts.

Mensa und was ich wirklich suche

Im Verein Mensa bin ich hauptsächlich auf Menschen gestoßen, die wenig gebildet waren, weder in der Schule noch im Beruf durch besonders gute Leistungen aufgefallen waren, aber einmal in ihrem Leben in einem Intelligenztest gut abgeschnitten hatten und darauf mächtig stolz waren. Was ich wirklich suchte und nach wie vor suche: Menschen, die sowohl intelligent als auch gebildet sind und mit denen ich mich über Themen unterhalten kann, die diejenigen, mit denen ich normalerweise zu tun habe, nicht interessieren.

Die Menschheit, einfach erklärt

Die Menschheit, einfach erklärt: Frauen sind biologisch darauf programmiert, einen Samenspender und einen Versorger zu suchen. Das muss nicht derselbe Mann sein. Männer, die so dumm sind, sich mit einer Frau einzulassen, müssen den Rest ihres Lebens die Versorgerrolle einnehmen.   In meiner Jugend haben die Medien und einige Lehrer viel Propaganda für Sex gemacht. Ich habe deswegen auch geglaubt, dass das eine tolle Sache sei. Inzwischen weiß ich, dass sich Sex auch nicht anders anfühlt als Masturbation, und dafür brauche ich keine Frau.

Hochbegabung - Meine Geschichte

Im Alter von 13 Jahren habe ich an einem Mathematikolympiadewettbewerb teilgenommen und ohne Vorbereitung den 2. von 149 Plätzen erreicht. Für meinen Mathematiklehrer genügte das, um bei mir eine "Hochbegabung" zu diagnostizieren. Als Erwachsener bin ich dem Verein Mensa beigetreten und habe bald festgestellt, dass die anderen Mitglieder mir nicht das Wasser reichen konnten. Kurz vor meiner Promotion habe ich dann an einer Beta-Testing-Session eines neuartigen, experimentellen numerischen Intelligenztests (ENNDT) teilgenommen und das drittbeste Ergebnis weltweit erzielt, woraufhin mir der Host einen IQ von 172 zuerteilte. Von der absoluten Anzahl der gelösten Aufgaben war ich sogar Zweitbester, und von der Punktewertung war ich fast gleichauf mit einem sehr bekannten amerikanischen Denksportler, der als einer der intelligentesten Menschen der Welt gilt. Viele Mitglieder von Hochintelligenzvereinigungen haben Interesse an meiner Person gezeigt und mir auf Facebook Freundschaft...

Meine Studienleistungen

Im ersten Studienjahr Medizin trat ich, wie im Studienplan vorgesehen, zu den ersten drei Teilprüfungen des ersten Rigorosums an - Chemie, Physik, Biologie. Auf alle drei Prüfungen bekam ich einen Einser. Im dritten Semester war dann der Große Sezierkurs, und meine Noten verschlechterten sich deutlich. Es gab fast jede Woche eine Prüfung, und ich bekam meistens einen Dreier oder einen Vierer. Viele meiner Studienkollegen zeigten sich darüber irritiert. Für die weiblichen unter ihnen verlor ich rapide an Attraktivität. Ich war aber nicht etwa faul, sondern konnte es einfach nicht besser. So war ich dann den Rest meines Studiums ein eher durchschnittlicher, zeitweise vielleicht sogar unterdurchschnittlicher Student. Aber den Abschluss habe ich schließlich doch geschafft. Meine Intelligenz hatte nicht nachgelassen - ich inskribierte Informatik als Zweitstudium und schloss dieses Studium mit Auszeichnung ab. Besonders gut war ich in den Übungen aus Mathematik, Algorithmik und Theoretischer...

Ich bin einfach anders

Der erste Mensch, der mit mir nicht zurecht gekommen ist, weil ich anders bin als die anderen Menschen, war mein Vater. Danach meine Volksschullehrerin, die mich als "eigensinnig und intolerant" bezeichnete. Immer wenn ein Lehrer mich schlecht behandeln wollte, machte sich meine Mama für mich stark. Das Ergebnis war eine Matura mit einem Notendurchschnitt von 1,0. Aber es ging so weiter. Auch einige Klinikchefs im Medizinstudium und im Turnus konnten nicht mit mir. Es mag schon sein, dass ich anders bin als die meisten Menschen, aber das ist nicht pathologisch. Durch mein Medizinstudium bin ich mit den Persönlichkeitsstörungen nach ICD-10 bestens vertraut. Bei mir liegt definitiv keine dieser Persönlichkeitsstörungen vor. Ich bin einfach anders.

Meine Existenz

Nach meiner Matura hatte ich richtige Existenzängste, weil ich mir nicht sicher war, ob ich in der Lage sein würde, meinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Heute weiß ich, dass meine Selbstzweifel nicht angebracht waren. Aber damals führte das eben dazu, dass ich dem Wunsch meines Vaters folgte und mit einem Medizinstudium anfing, obwohl ich eigentlich Programmierer werden wollte. Das Medizinstudium ist nicht nur negativ zu sehen. Mich haben die molekularbiologischen und biochemischen Aspekte der Medizin durchaus interessiert. Auch heute noch lese ich gerne einschlägige Fachpublikationen. Schade ist nur, dass ich mit diesem Studienabschluss so wenig anfangen kann, weil ich wegen meiner handwerklichen Ungeschicklichkeit nicht für den Arztberuf geeignet bin und es ansonsten wenig gibt, wofür Absolventen eines Medizinstudiums gebraucht werden. Der Beruf des Software-Entwicklers macht mir Spaß. In diesem Beruf kommt es sehr darauf an, in was für einer Firma man arbeitet. Mit meinem der...

Idealismus und Transhumanismus

Eine Frage, die mir bisher noch nicht gestellt wurde, aber eigentlich naheliegend ist: Wie verträgt sich mein idealistisches Weltbild mit dem Transhumanismus, der eigentlich auf einer physikalistischen, naturalistischen Weltanschauung fusst? Meine Antwort darauf: Ich begreife den Transhumanismus nicht als Philosophie, die die Welt erklärt, sondern lediglich als (ingenieur)wissenschaftliches Programm. Ich teile nur die Ziele, nicht die Begründung.