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Es werden Posts vom Juni, 2026 angezeigt.

Die Welt, in der ich lebe (2026)

Ich wurde 1983 in Wien geboren. Meine Eltern wollten ursprünglich, dass ich Arzt werde. Deshalb habe ich ein neusprachliches Gymnasium mit sechs Jahren Latein besucht. In meiner Jugend habe ich mich aber kaum für Medizin interessiert, sondern hauptsächlich für Informatik. Schon im Alter von acht Jahren habe ich meine ersten Computerprogramme geschrieben. In den Medien hieß es zudem, die IT-Branche sei die einzige Wachstumsbranche in Österreich. Daher gab ich meinen Eltern ein Jahr vor der Matura bekannt, dass ich Informatik studieren möchte. Ich ließ mich allerdings von Berichten abschrecken, wonach in der IT-Branche nur wirklich gute Leute gesucht würden - ich war mir nicht sicher, ob ich das bin. Deswegen ließ ich mich dann von meinem Vater überreden, doch ein Medizinstudium anzufangen. Im letzten Schuljahr hatte ich auch einige Bücher über Biotechnologie und Genetik gelesen - zumindest das hatte ich interessant gefunden. Nach drei Jahren merkte ich bei den Praktika im Krankenhaus, d...

Chemie-Nobelpreisträger

Letztes Wochenende habe ich die Biografien einiger Chemie-Nobelpreisträger studiert, die den Preis für biochemische Arbeiten bekommen haben, also auch mit dem Medizin-Preis hätten ausgezeichnet werden können. Mein Eindruck davon: Biochemie ist theoretisch betrachtet interessant, aber in der Forschung zu arbeiten würde mir wahrscheinlich weniger Spaß machen als das, was ich jetzt mache (Software-Entwicklung). Vor allem würde Frustrationstoleranz noch stärker gefragt sein.

Vereinszeitschriften und IQ

Meine Hypothese: Man kann an den Vereinszeitschriften der einzelnen High IQ Societys erkennen, mit welchen Niveauunterschieden der IQ korreliert. Die Vereinszeitschrift der ISPE (ab IQ 146) hat ein deutlich höheres Niveau als die von Mensa (ab IQ 130). Allerdings dürfte es einen Ceiling-Effekt geben, weil ich keinen Niveauunterschied zwischen der Vereinszeitschrift der ISPE und der der Mega Society (ab IQ 172) erkennen kann.   ChatGPT: Deine Hypothese ist interessant, aber sie ist schwer direkt zu überprüfen, weil Vereinszeitschriften von viel mehr Faktoren als nur dem IQ der Mitglieder beeinflusst werden. Einige Einflussgrößen sind: Redaktionelle Auswahl. Eine engagierte Redaktion kann das Niveau einer Zeitschrift stark anheben oder absenken – unabhängig vom durchschnittlichen IQ der Mitglieder. Größe des Vereins. Mensa International hat Zehntausende Mitglieder. Das führt oft zu einer breiten Mischung aus Rätseln, Berichten, Vereinsnachrichten und allgemein verstän...

Motivation für ein Studium der Naturwissenschaften

Noch vor meiner Einschulung sagte meine Mama zu mir, ich sei sehr gescheit, und Einstein sei sogar so gescheit gewesen, dass man ihm deswegen den Nobelpreis überreicht hätte.   Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen so etwas nicht sagen. Denn es geht darum, das Leben zu genießen, und nicht darum, nach irgendeiner Form von Anerkennung zu streben. Sollten sie sich für ein naturwissenschaftliches Studium entscheiden, dann aus Interesse am Fach und nicht wegen eines Preises. Wie Jennifer Doudna in einem Interview vor kurzem erklärte: Sie habe bei ihrer Studienwahl nie daran gedacht, eines Tages irgendwelche Preise zu bekommen.

Modell Österreich

Das Team BSW in seinem aktuellen Newsletter:   <<Deutschland sollte sich am Modell Österreich orientieren. Dort gibt es eine Rentenkasse, in die alle einzahlen – auch Selbständige, Beamte und Politiker. Wenn Produktivität und Löhne wachsen, sind auch gute Renten finanzierbar.>>   Ich war ja ganz erstaunt, als ich vor einiger Zeit bei der Lektüre eines Zeitungsartikels zwischen den Zeilen las, dass in Deutschland Selbstständige nicht pensionsversichert sind. Das hielt ich für einen Skandal.   Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass es in Österreich Kräfte gibt, die das staatliche Pensionswesen abschaffen oder zumindest reformieren wollen und als Vorbild die Schweiz nennen.

Fremdkörper

Ich bin an der Medizinischen Universität Wien schlecht behandelt worden. Man gab mir immer das Gefühl, ein Fremdkörper und eigentlich unerwünscht zu sein.   Andere Studenten berichteten darüber, dass sie nach bestandener Prüfung vom Professor eingeladen worden sind, in seiner Forschungsgruppe mitzuarbeiten. Mir ist das nie passiert.   Es wurde auch nach der Promotion nicht besser.   Woran liegt das?

Der Begriff der "Demokratie"

Ich finde, dass es nun wirklich entlarvend ist, wenn ein Politiker auf das Verbot der AfD mit der Begründung drängt, die Demokratie sei gefährdet.   Demokratie heißt doch, den Willen des Volkes zu respektieren. Die laut Umfragen stärkste Partei zu verbieten, wäre daher höchst undemokratisch.   Diese Politiker verstehen unter dem Begriff Demokratie offenbar etwas anderes als ich.

Keine Freunde

Früher war ich unglücklich, weil ich kaum soziale Kontakte bzw. Freunde hatte. Zuerst machte ich meine Introvertiertheit dafür verantwortlich. Deswegen bemühte ich mich im ersten Studienjahr, möglichst viele Studienkollegen anzusprechen und mit ihnen zu plaudern. In den darauf folgenden Sommerferien fand es aber keiner von ihnen wert, mich anzurufen oder mir eine E-Mail zu schicken. Ab dem zweiten Studienjahr nahm ich deswegen regelmäßig an Mensa-Treffen teil. So hatte ich zumindest soziale Kontakte, wenngleich die Schnittmenge zwischen meinen Interessen und denen der anderen Mitglieder relativ klein war. Später gründete ich Prudentia mit dem Ziel, Treffen face to face zu organisieren, wie bei Mensa, aber ohne die unangenehmen Leute, die bei Mensa Mitglied waren. Dieses Ziel habe ich bislang nicht erreicht, weil die Mitglieder geografisch zu weit verstreut sind. Aber wenigstens gibt es jetzt Social Media wie Facebook, was es in meiner Jugend noch nicht gab. Mein Sozialleben spielt sich...

Suche nach neuen Molekülen

Im menschlichen Organismus gibt es sicherlich noch viele Moleküle, die eine Wirkung haben und noch nicht entdeckt worden sind. Welche Methoden gibt es, um neue Moleküle zu entdecken?   ChatGPT:  Ja, sehr wahrscheinlich gibt es im menschlichen Körper noch zahlreiche biologisch aktive Moleküle, die bisher unbekannt sind. Das gilt insbesondere für kleine Signalmoleküle, Peptide, Stoffwechselprodukte, Lipide und regulatorische RNAs. Die moderne Biologie hat dafür mehrere Suchstrategien entwickelt. 1. Ungezielte Massenspektrometrie (Untargeted Metabolomics) Dies ist heute eine der wichtigsten Methoden. Forscher analysieren Blut, Urin, Gewebe oder Zellproben mittels Massenspektrometrie. Dabei werden Tausende chemische Signale gleichzeitig erfasst. Viele dieser Signale lassen sich bekannten Molekülen zuordnen, andere nicht. Der typische Ablauf: Probe entnehmen. Moleküle nach Masse und Ladung trennen. Spektren mit Datenbanken vergleichen. Unbekannte Peaks identifizieren und c...

FPÖ und Liberalismus

Angeblich hat sich Herbert Kickl in seiner Rede zum 70. Jahrestag der Gründung der FPÖ vom Liberalismus abgewandt. Stimmt das?   ChatGPT:  Ja, man kann durchaus sagen, dass Herbert Kickl in seiner Rede zum 70-jährigen Bestehen der FPÖ eine weitere Distanzierung vom klassischen Liberalismus erkennen ließ – allerdings hängt viel davon ab, was man unter „Liberalismus“ versteht. Die Berichte über die Rede betonen vor allem drei Punkte: Starke Betonung von Volkssouveränität, Nation und Identität Scharfe Kritik an EU, „Systemparteien“ und etablierten Institutionen Darstellung der FPÖ als einzige politische Kraft, die Freiheit und Souveränität verteidige Interessant ist dabei, dass Kickl den Begriff „Freiheit“ weiterhin verwendet. Diese Freiheit wird jedoch eher als nationale Selbstbestimmung und Schutz vor äußeren Einflüssen (EU, Migration, internationale Organisationen) verstanden und weniger als klassisch-liberale Freiheit des Individuums. Historisch verstand sich die ...

Warum ich anders denke als die meisten

Ich habe nie verstanden, warum viele (vor allem weniger gebildete) Menschen gegen Eingriffe ins menschliche Erbgut sind. Soweit ich mich erinnern kann, war ich immer dafür. Aber gut, ich habe auch nie verstanden, warum viele Menschen Migration ablehnen - ich habe damit kein Problem. Die meisten Menschen sind einfach anders als ich. Sie sind nicht so offen für Ideen und fortschrittsgläubig wie ich. Im Big-Five-Persönlichkeitstest erreiche ich in der Kategorie "Openness to Experience" meist 100%. Das ist außergewöhnlich. Das muss ich zugeben.

Unternehmensgründung jetzt?

Wenn es jetzt zu einer Entwicklung der Technik kommt, die einem exponentiellen Wachstum gleicht, hat es dann Sinn, zum aktuellen Zeitpunkt Unternehmen zu gründen, oder wäre es nicht besser abzuwarten, bis das Wachstum wieder etwas linearer sein wird?   ChatGPT:  Das hängt davon ab, was genau exponentiell wächst und welche Art von Unternehmen du gründen möchtest. Es gibt zwei gegensätzliche Argumente: Warum man gerade jetzt gründen sollte Wenn eine Technologie tatsächlich exponentiell wächst (etwa KI, Biotechnologie oder Robotik), entstehen oft neue Märkte, bevor etablierte Unternehmen sie besetzen. Historische Beispiele: Das Internet in den 1990er Jahren Smartphones ab 2007 Personal Computer in den 1980er Jahren Wer bis zur Stabilisierung wartete, hatte häufig die besten Gelegenheiten bereits verpasst. Unternehmen wie Google , Amazon oder Apple entstanden bzw. profitierten gerade während Phasen rasanten Wandels. Aus dieser Sicht ist exponentielles Wachstum eine Ch...

Gene Editing nur für Reiche?

Ich sehe mir gerade die Munk Debate über Gene Editing vom 21. April 2026 an. Darin meinte Ezekiel Emanuel, dass Gene Editing sehr viel Geld kosten und daher nur von den Reichen genutzt werden würde. Gregroy Stock argumentierte dagegen, dass Gene Editing bald sehr viel billiger sein würde, wie ja auch die Preisentwicklung der Computertechnologie gezeigt habe. Emanuel konterte, medizinsiche Technik würde sich preislich nicht so entwickeln wie Computertechnologie. Wer hat Recht? ChatGPT:  Wahrscheinlich haben beide teilweise Recht , aber wenn man die Geschichte medizinischer Innovationen betrachtet, spricht mehr dafür, dass Emanuel kurzfristig Recht hat und Stock langfristig . Der entscheidende Punkt ist, dass es zwei völlig unterschiedliche Kostenarten gibt: Kosten der Technologie selbst Kosten des medizinischen Systems rund um die Technologie Warum Stock Recht haben könnte Die eigentliche Geneditierung wird bereits dramatisch billiger. Das klassische Beispiel ist die DNA-Se...