Keine Freunde
Früher war ich unglücklich, weil ich kaum soziale Kontakte bzw. Freunde hatte. Zuerst machte ich meine Introvertiertheit dafür verantwortlich. Deswegen bemühte ich mich im ersten Studienjahr, möglichst viele Studienkollegen anzusprechen und mit ihnen zu plaudern. In den darauf folgenden Sommerferien fand es aber keiner von ihnen wert, mich anzurufen oder mir eine E-Mail zu schicken. Ab dem zweiten Studienjahr nahm ich deswegen regelmäßig an Mensa-Treffen teil. So hatte ich zumindest soziale Kontakte, wenngleich die Schnittmenge zwischen meinen Interessen und denen der anderen Mitglieder relativ klein war. Später gründete ich Prudentia mit dem Ziel, Treffen face to face zu organisieren, wie bei Mensa, aber ohne die unangenehmen Leute, die bei Mensa Mitglied waren. Dieses Ziel habe ich bislang nicht erreicht, weil die Mitglieder geografisch zu weit verstreut sind. Aber wenigstens gibt es jetzt Social Media wie Facebook, was es in meiner Jugend noch nicht gab. Mein Sozialleben spielt sich dieser Tage tatsächlich hauptsächlich auf Facebook ab.
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