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Mathematisch positiver Drehsinn

Wintersemester 2001: In der Vorlesung "Physik für Mediziner" erklärt der Professor, dass eine Linksdrehung, also eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn, mathematisch positiv sei, und begründet das mit der Erdrotation. Ein Student in der ersten Reihe murmelt vor sich hin: "Das kann man auch mit der Differentialrechnung erklären." Das hört der Professor und fordert den Studenten auf, es ihm zu erläutern. Sagt der Student: "Nun, dann zeichnen Sie eine U-förmige Parabel auf. Wenn sie entlang der Kurve fahren, vollziehen Sie eine Linksdrehung, also mathematisch positiv. Wenn Sie von dieser Kurve die zweite Ableitung berechnen, so erhalten Sie einen Wert größer als Null. Genau das ist der Grund, warum diese Drehung mathematisch positiv genannt wird." Der Professor hält kurz inne, überlegt - und gibt dem Studenten schließlich Recht. "Allerdings ist die Erklärung mit der Erdrotation anschaulicher", sein Nachsatz. Dieser Student war ich. Vier Monate dana...

Gut, dass ich keine Kinder habe

Angesichts der Lage der Welt ist es wahrscheinlich sogar ganz gut, dass ich keine Kinder habe. Wenn die Arbeitslosigkeit unter Akademikern und Intelligenzberufen dramatisch ansteigen wird, werde ich der nächsten Generation keine Perspektive bieten können. So viel Geld habe auch ich nicht, dass ich etwaigen Nachkommen ein komfortables Leben garantieren könnte, ohne sich anzustrengen. Hinzu kommt die Kriegsgefahr. Da könnte es sein, dass meine Kinder keine andere Möglichkeit hätten, als Soldaten zu werden. Will ich das? Nein.

Jahrhundert der Computertechnik

Vor rund 25 Jahren war in den Medien zu lesen, das 21. Jahrhundert werde das Jahrhundert der Biologie sein - mit ein Grund, warum ich mich dann fürs Medizinstudium entschieden habe. Aber stimmte diese Prognose wirklich? Meiner Meinung nach: nein. Ich würde vielmehr meinen, dass wir seit den 1950er Jahren im Zeitalter der Computertechnik leben. Diese hat unser Leben stärker geprägt als alle anderen Wissenschaften. Die Biologie hat sich im Vergleich zur Computertechnik nur langsam entwickelt und lediglich insofern einen Impact gehabt, als manche Krankheiten nun besser behandelbar geworden sind. Das betrifft vor allem ältere Menschen. Die Computertechnik hat sich hingegen auf die gesamte Gesellschaft ausgewirkt. Auch das 21. Jahrhundert wird noch vor allem ein Jahrhundert der Computertechnik sein, wie man auch an der Quantität der Meldungen auf meiner Website "21st Century Headlines" erkennen kann.

Meine politischen Vorstellungen

Meine politischen Vorstellungen sind eigentlich nur im Interesse kreativer Menschen. Kreative Menschen sollen ihrem Schaffensdrang nachgehen können, ohne sich Existenzsorgen machen zu müssen. Sie sollen von der Allgemeinheit erhalten werden. Ihre Produkte sollen sich nicht unbedingt am Markt bewähren müssen. 

Was es heißt, Mensch zu sein

Wenn in naher Zukunft viele Menschen nicht mehr einer geregelten Arbeit nachgehen werden, wird sich auch die Frage stellen: Was macht es überhaupt aus, Mensch zu sein? Nach dem christlichen Menschenbild besteht der Sinn des Lebens im Arbeiten. Somit wird dieses christliche Menschenbild nicht mehr haltbar sein. Wir werden eine neue Religion brauchen.

OpenClaw

Von OpenClaw halte ich nicht viel. Zugegeben: Ich habe es nicht ausprobiert. Aber das, was ich darüber gelesen habe, weckt in mir keine Begeisterung. Mir scheint dieses Programm eindeutig overhyped zu sein. Es dürfte nicht schwierig sein, ein Programm von ähnlichem Funktionsumfang mittels Vibe Coding generieren zu lassen. Man beachte auch, dass der Autor erst im Alter von 15 Jahren zu programmieren begonnen hat. Ergo: ein Spätzünder.

Vibe Coding, rechtlich gesehen

Interessantes Posting auf LinkedIn zum Thema Vibe Coding: <<Der Code, den Ihre KI gerade generiert hat? Er ist urheberrechtlich 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 wert. Wer heute nur „vibet“, baut ein Luftschloss. Gilt übrigens auch für Code, der von Entwicklungstools ganz ohne KI generiert wird. Die Entwickler haben also keine urheberrechtlichen Untersagungsrechte, wenn jemand „ihren“ Code eins-zu-eins übernimmt. Warum? Weil das Urheberrecht in Deutschland und vielen anderen Ländern ohne „menschlichen Funken“ keinen Schutz gewährt. Ein manuell erstellter Prompt reicht dafür nicht.>>

Ist Wirtschaft Glücksspiel?

In den Medien wurde vor kurzem von einem ehemaligen CEO berichtet, der seit vier Jahren arbeitslos sei und Existenzängste habe. Ich erzählte meiner Mutter davon, und sie meinte, er sei wahrscheinlich kein guter Manager gewesen. Meine Frage: Hängt es wirklich von den Fähigkeiten einer Person ab, ob sie ein guter Manager ist? Ist der Erfolg eines Unternehmens auf dem Markt nicht oft einfach eine Sache von Glück? Ist letzten Endes das ganze Wirtschaftstreiben nichts anderes als eine Form von Glücksspiel? Nota bene: Ich bin kein Linker, ich mache mir nur Gedanken fernab von ideologischen Überlegungen. 

Arbeitslosigkeit unter Informatikern

Auf LinkedIn habe ich gelesen, dass sich in Deutschland die Arbeitslosenquote von Hochschulabsolventen im vergangenen Jahr verdoppelt habe und davon besonders Informatiker betroffen seien. Dass es als Informatiker nicht mehr leicht ist, eine Anstellung zu bekommen, weiß ich aus Erfahrung - bis ich meine aktuelle Stelle (in Österreich) bekommen habe, habe ich mehrere Monate lang gesucht. Insgesamt glaube ich, dass man in einigen Jahren viel weniger klassische Anwendungsentwickler brauchen wird, wie ich einer bin, weil die Nutzer dazu übergehen werden, intelligente Agenten anstelle von Anwendungsprogrammen zu verwenden. KI-Experten wird man eventuell noch brauchen, aber sicherlich auch nicht mehr so viele.   Gott sei Dank habe ich meine Schäfchen im Trockenen, es sei denn, es käme zu einer Rekordinflation.

Marktradikalismus und "Freiheit"

Wenn marktradikale Parteien mit der "Freiheit" argumentieren, ist das wahrscheinlich nur ein Euphemismus. Für echte Freiheit tritt keine Partei ein. Freiheit muss man sich nehmen.

Sind Medizinstudenten Auswendiglerner?

Als ich mit meinem Medizinstudium anfing, schrieb ich auf meine Homepage einen Satz, der bei meinen Studienkollegen sehr schlecht ankam: "Ich dachte, Medizinstudenten seien die, die alles auswendig lernen und deswegen in der Schule in den meisten Fächern sehr gut sind, aber in Mathematik und Physik schlecht, weil es ihnen an Hirn mangelt." Dazu muss man sagen, dass ich in meiner Jugend in der Computerkunst-Szene sozialisiert worden bin. Dort hatte ich mit Leuten zu tun, die enorme Fähigkeiten hatten - auf den Gebieten Programmierung, Grafikdesign und Komposition. Das fand ich wesentlich eindrucksvoller als Leute, die nur durch Wissen glänzten. Aber das haben die Medizinstudenten nicht kapieren wollen.

Warum ich so schüchtern bin

Menschen, die mit mir in persönlichem Kontakt standen, beschreiben mich in der Regel als schüchtern. Woher kommt diese Schüchternheit? Sie ist in meiner Höchstbegabung begründet. Durch meine Intelligenz war ich anders als Gleichaltrige, versuchte aber, das zu verstecken und möglichst angepasst zu wirken. Die Folge war, dass ich jahrzehntelang ein Doppelleben führte. Da ich ein sehr guter Schüler war, glaubten die Lehrer, ich würde ständig nur lernen. In Wirklichkeit beschäftigte ich mich viel mit Computern und gab eine eigene elektronische Zeitschrift über Computerkunst heraus. Davon erzählte ich meinen Lehrern nichts, weil ich nicht wollte, dass sie sich in die Gestaltung der Zeitschrift einmischen oder mir deswegen schlechtere Noten geben. Umgekehrt gab ich auch in der Computerkunst-Szene sehr wenig über mich preis. Vielen Lesern war ich ein Mysterium. Das änderte sich, als ich volljährig wurde. Da dachte ich mir, es wäre gut, dieses Versteckspiel aufzugeben und reinen Tisch zu mache...

Multiplikationen mit zweistelligen Vielfachen von 11

Wenn man zweistellige Vielfache von 11 mit einstelligen Zahlen multipliziert, gibt es einen Trick, wie man sich beim Rechnen leichter tut. Die mathematische Erklärung dafür ist: (10a + a) * b = 10ab + ab = 10 (10 * ab\10 + ab%10) + 10 * ab\10 + ab%10 = 10 (10 * ab\10 + ab%10 + ab\10) + ab%10 = 100 * ab\10 + 10 (ab%10 + ab\10) + ab%10 Daher kann ich zum Beispiel 77 * 5 wie folgt ausrechnen: 7 * 5 = 35, daher ist die Hunderterstelle 3 und die Einerstelle 5, und die Zehnerstelle ist 3 + 5, also 8. Ergebnis: 385.

Was mir Befriedigung verschafft

Ich merke jetzt sehr deutlich, dass es mir am meisten das Gefühl einer Art von Befriedigung verschafft, wenn ich mir die neuesten Nachrichten über Wissensgebiete aus dem Internet besorge, die mich interessieren, und ich den Eindruck habe, dass ich auf dem aktuellen Stand und bestens informiert bin. Jedenfalls bin ich kein Spezialist, der nur von einem bestimmten, engen Fachgebiet Ahnung hat, sondern schon eine Spur breiter aufgestellt. Aber auch nicht zu breit - Triviales interessiert mich nicht.

Meine Einstellung

Ich möchte kurz zusammenfassen, was sich über die Jahre herauskristallisiert hat: Ich bin unselbstständig erwerbstätig und verbringe jeden Tag ungefähr neun Stunden in der Arbeit. Während dieser Zeit bin ich weitgehend fremdbestimmt. Das muss aber sein, denn ich brauche die Krankenversicherung, und es ist auch nicht schlecht, ein Einkommen zu haben. In meiner Freizeit beschäftige ich mich am liebsten mit Wissenschaft. Ich sammle Nachrichten, die ich vorwiegend via Facebook und LinkedIn bekomme, und stelle sie auf meine Website "21st Century Headlines". Außerdem lese ich Paper über Computational Systems Biology und schreibe gelegentlich Zusammenfassungen für meine Website "Computational Biology Web Portal". Mich interessieren auch nach wie vor Computerspiele, und ich habe noch viele Ideen für eigene Projekte, die ich bislang noch nicht umgesetzt habe. Allerdings habe ich an den meisten Tagen keine Lust, an einem Spieleprojekt zu arbeiten. Das letzte Werk habe ich vor...

Dritte Republik?

Im Song "Immer vorwärts FPÖ" ist die Rede von einer "Dritten Republik", die anfangen würde, sobald Kickl Kanzler würde. Meine Frage: Ist es nicht eigentlich schon jetzt so, dass wir in einer anderen Republik leben, als wir es bislang gewohnt waren? Schließlich ist das Amt des Ersten Nationalratspräsidenten das zweithöchste Amt im Staat nach dem Amt des Bundespräsidenten, und beide Ämter sind in Händen von Politikern, die weder der ÖVP noch der SPÖ angehören. 

Auswahl der Mitarbeiter in der Forschung

In einem Video, das vor einigen Tagen auf YouTube erschien, machte Aubrey de Grey die interessante Bemerkung, dass die reichen Leute, die in den USA die Forschung finanzieren, die falschen Mitarbeiter ausgewählt hätten. Mich würde es interessieren, worin denn die Auswahlkriterien bestanden. Handelte es sich vielleicht um die Noten im Studium? Dann kann ich diesen Befund gut nachvollziehen, denn wenn man nur nach den Noten selektiert, wählt man diejenigen aus, die besonders gut auswendig lernen können. Das sind aber nicht unbedingt die, die die besten Ideen haben.

Wirtschaftsexperte

Welche Qualifikation braucht man eigentlich, um in Österreich Wirtschaftsexperte bzw. -journalist zu werden, außer, dass man ständig mantrahaft wiederholen muss: dass die Wirtschaft wachsen muss, dass eine möglichst freie Marktwirtschaft das beste Wirtschaftssystem ist, dass die Regierung die Staatsverschuldung abbauen und die Inflation in Grenzen halten muss? Ich glaube, dass das im Wesentlichen alles ist, was Leute wie Andreas Unterberger, Franz Schellhorn und Konsorten vorzuweisen haben!

Konformitätsdenken in Schule und Beruf

Früher haben mir diese Dinge zu denken gegeben, heute lache ich nur mehr darüber. Ich habe auf Wunsch meines Vaters Medizin studiert, obwohl ich gar nicht die Persönlichkeit eines Arztes habe. Kranke Menschen behandeln? Das hat mich nie interessiert. Und so kam es, dass ich nach dem dritten Studienjahr in einer Pflichtfamulatur im Krankenhaus vom Oberarzt gefragt wurde: "Sind Sie langsam?" Grund war, dass ich bei der Chefvisite geistig nicht voll da gewesen war und mit etwas Verzögerung reagiert hatte, wenn die Visite mit einem Zimmer fertig war und wir ins nächste Zimmer gehen mussten. Ich antwortete damals, dass ich wenig geschlafen hatte, woraufhin der Oberarzt mich bat, mich auszuschlafen. Am nächsten Tag ließ er mich einige Patientenakten auswendig lernen und prüfte mich darüber - Ergebnis: "Das war gar nicht einmal so schlecht!" Dann kam ich zur Psychologin, die ihr Gespräch mit folgenden Worten einleitete: "Hat Ihnen jemals irgend jemand gesagt, dass Sie...

Wo beginnt Diktatur?

Vor einigen Jahren hat mir ein deutscher Professor gesagt, dass Personen, die bestimmte Ansichten in Aufsätzen veröffentlicht haben, nach dem Studium keine Anstellung bekämen. Ich meinte, das würde ja bedeuten, dass wir in einer Diktatur lebten. Ich habe dieses Thema vor kurzem wieder aufgebracht und die Antwort erhalten, dass man in einer Diktatur eingesperrt werden könne, wenn man die falsche Meinung äußerte. Aber ich finde, dass es fast genauso schlimm ist, wenn man keine Anstellung bekommt. Wovon sollte man dann leben? Meiner Meinung nach beginnt Diktatur nicht erst beim Einsperren. 

The Unit

Aus einer Facebook-Gruppe: <<Ende der Erpressung durch Leyen-EU und Trump. Neue Weltwährung THE UNIT Die "Unit" (oft als BRICS-Unit bezeichnet) ist eine geplante, goldgedeckte digitale Währungseinheit (40 % Gold, 60 % Währungskorb), die für den internationalen Handel zwischen den BRICS+-Staaten entwickelt wird, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Sie dient primär als Rechnungseinheit zur Stabilisierung grenzüberschreitender Zahlungen. Charakteristika: Es handelt sich nicht um eine klassische Kryptowährung, sondern um ein digitales, auf Blockchain-Technologie (teilweise mit Cardano-Infrastruktur) basierendes Zahlungsmittel. Deckung: Die Unit ist zu 40 % physisch durch Gold und zu 60 % durch ein Bündel von Währungen der teilnehmenden Nationen gedeckt. Zielsetzung: Ziel ist die Schaffung einer Alternative zum dollarbasierten System für den grenzüberschreitenden Handel. Status: Das Projekt wurde um 2024/2025 intensiv von BRICS-Arbeitsgruppen geplant, wobei das ...

Partei des Technischen Fortschritts

Meine Parteigründungspläne nehmen konkretere Formen an. Wir brauchen eine Partei, die dem technischen Fortschritt (zum Beispiel Künstliche Intelligenz) offen gegenübersteht und sich darüber Gedanken macht, wie man die Gesellschaft verändern müsste, damit sie lebensfähig bleibt (zum Beispiel bedingungsloses Grundeinkommen). Diese Partei würde, wie ich schon einmal geschrieben habe, Ideen des Liberalismus mit transhumanistischem Gedankengut vereinen. 

Warum auf Kinder verzichten?

Zu Beginn meiner Studienzeit veröffentlichte ich einen Aufsatz, in dem ich die Meinung vertrat, dass weniger intelligente Menschen auf Kinder verzichten sollten. Die meisten Leser fassten diese Meinung als ideologisch motiviert auf. Sie war aber rational motiviert: In den Medien hatte ich gelesen, dass die IT-Branche die einzige Wachstumsbranche sei. Arbeitskräfte würden dort durchaus gesucht werden, aber nur wirklich gute, keine durchschnittlichen. Somit war für mich klar, dass man in der damaligen Wirtschaft eine hohe Intelligenz brauchen würde, um erfolgreich im Berufsleben zu bestehen. Deswegen war ich der Meinung, dass weniger intelligente Menschen auf Kinder verzichten sollten. Ob das, was ich in den Medien gelesen habe, wirklich der Wahrheit entsprach, vermag ich nicht zu beurteilen. Heute sehe ich die Lage allerdings anders. Durch die Künstliche Intelligenz werden gerade Berufe weniger gebraucht, die bislang eine überdurchschnittliche Intelligenz erfordert haben. Um in der Wirt...

Wunderkinder und die Schule

In letzter Zeit habe ich mir auf YouTube einige Reportagen über Wunderkinder angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie alle sehr viele Schulklassen übersprungen haben. Eine Mutter begründete das damit, dass ihre Tochter kognitiv unterfordert und gelangweilt wäre, wenn sie die Schulstufe besuchte, die normalerweise für ihr Alter adäquat ist. Ich selbst bin zwar frühzeitig eingeschult worden, habe aber keine Klasse übersprungen, vor allem deswegen, weil es zu meiner Zeit hierfür in Österreich noch nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür gab. Dennoch hatte ich immer genug zu lernen, vor allem in den fremdsprachlichen Fächern. Ich glaube, dass die Wunderkinder aus diesen Reportagen eine andere Einstellung zur Schule haben, als ich hatte. Ich hatte eine "Sklavenmentalität": Die Schule war nicht dazu da, meine Bedürfnisse zu befriedigen, sondern meine Aufgabe war es, die Bedürfnisse der Lehrer zu befriedigen. Die Wunderkinder haben wahrscheinlich eher eine "Herrenme...

NIT-Form I

Ich habe jetzt mein Zertifikat für den NIT-Form I bekommen, den ich im Jahr 2013 gemacht habe. Im Subtest "Abstract Reasoning" habe ich IQ 148 erreicht, in "Logical" 162, in "Verbal" 153, in "Spatial" 140 und in "Numerical" 152. Insgesamt 153. Das ist sehr nahe dem arithmetischen Mittel dessen, was ich in den meisten Tests bekommen habe. Ich glaube, dass es durchaus gerechtfertigt wäre, wenn ich 153 als meinen IQ angäbe, falls ich danach gefragt werden sollte.

Meine Mensa-Story

Ich stamme aus einer akademisch gebildeten Familie und bin mit Kindern von Akademikern aufgewachsen. Als ich im Alter von 18 Jahren Mensa beitrat, traf ich dort zum ersten Mal in meinem Leben Menschen an, die nicht studiert haben und nicht einmal wollten, dass ihre Kinder studieren. Mit der Zeit hat es sich gezeigt, dass ich mit diesen Menschen nicht kann. Wir sind voneinander zu verschieden. Dann ist auch ein anderer Schüler meiner Maturaklasse dem Verein beigetreten, obwohl ich ihn nicht für den Intelligentesten gehalten habe. Dies zeigt, dass wahrscheinlich mehrere meiner Mitschüler mensafähig sind, und erklärt, warum mir dieser Verein nicht das gebracht hat, was ich von ihm erwartet hatte. Summa summarum: Ich bin aus Mensa ausgetreten und habe nicht vor, jemals wieder einzutreten. Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass es einen großen Unterschied zwischen Menschen gibt, deren Eltern einfache Arbeiter waren, und solchen, die aus Akademikerfamilien stammen. Das gilt auc...

Meine Beziehung zur Wissenschaft

1. Wissen: Ich eigne mir gern Wissen an, wenn es mir hilft, die Welt besser zu verstehen. An reinem Auswendiglernen von Details bin ich hingegen nicht interessiert. 2. Wissenschaftliches Arbeiten: Ich interessiere mich sehr für Hypothesen und glaube, aufgrund meiner hohen Kreativität auch für das Entwickeln solcher gut geeignet zu sein. Zur Überprüfung von Hypothesen kann ich insofern beitragen, als ich sie auf logische Fehlschlüsse abchecken kann. Die Möglichkeit, biologische Hypothesen empirisch zu überprüfen, fehlt mir hingegen. Aufgrund meiner Intelligenz komme ich zwar beim logischen Überprüfen in der Regel auch ohne Hilfe eines Computers aus, allerdings ist zu beachten, dass hierfür für viele Forscher Computer ein nützliches Hilfsmittel sind. Das bedeutet, dass ich aufgrund meiner Programmierkenntnisse auch in der Lage bin, zu entsprechender Software beizutragen. Fazit: Ich kann mir Wissen aneignen, Hypothesen entwickeln und logisch überprüfen. Außerdem kann ich zur Entwicklung v...

Über Intelligenztests

Gestern habe ich mir gedacht: Was wäre, wenn man die Intelligenztesterei so betrachtete: Die Intelligenztests im Internet sind alle dubios. Nur die Tests beim Psychologen sind aussagekräftig. Das heißt, einzig der Test, den ich 2004 beim Psychologen gemacht habe, zählt. In diesem habe ich einen IQ von 142 erreicht. Jetzt könnte man zudem sagen, dass das schon mehr als zwanzig Jahre her sei und man den Test wiederholen sollte. Vielleicht würde ich dann schlechter abschneiden, eventuell aufgrund einer anderen Zusammensetzung des Tests. Insofern stellt sich auch die Frage, ob man nicht das Thema IQ überhaupt vergessen und sich statt dessen auf das konzentrieren sollte, was man tatsächlich kann.

Kindheitsträume

Von meinen Kindheitsträumen habe ich im Großen und Ganzen schon alle umgesetzt: Ich habe Anerkennung für meine Intelligenz bekommen (High-Range-Tests, Studienabschlüsse). Ich habe wissenschaftlich gearbeitet. Ich habe eigene Computerspiele programmiert. Außerdem habe ich inzwischen ein kleines Vermögen und könnte alles selbst bezahlen, wenn es meine Mama nicht täte. Eigentlich sollte ich mich zurücklehnen und das Leben genießen! Andererseits stellt sich halt schon die Frage, warum ich nicht noch mehr erreicht habe. Warum habe ich zum Beispiel nicht längst eine Professur an der Universität? Oder ein Einkommen im Bereich der obersten 1%, wenn doch meine Intelligenz dort angesiedelt ist? Was habe ich falsch gemacht?   Um diese Fragen zu klären, müsste man sich mal ansehen, für welches Fach ich überhaupt als Professor geeignet wäre. Meine Antwort: am ehesten wohl für Computational Systems Biology. Dieses Fach wurde an der MedUni Wien früher von Prof. Schreiner repräsentiert. Di...

Der Traum vom schwachsinnigen Klon

Heute Nacht habe ich geträumt, dass mich mein Vater in der Slowakei geklont hätte. Mein Klon sei schwachsinnig, und zwei Mitschülerinnen von mir protegieren ihn und sagen, das sei der wahre Adok, weil sie Schwachsinnige so gern haben.

Antinatalismus und Lebenssinn

Ein interessantes Gespräch mit ChatGPT: You said: Meiner Meinung hat diese Welt ein grundlegendes Problem: Jeder Mensch ist geboren worden, ohne dass seine Eltern seine Zustimmung eingeholt haben, ob er das überhaupt möchte. Die Folge ist, dass es viele Menschen gibt, die eine negative Einstellung zum Leben haben. Mit diesen ist kein Staat zu machen. Man kann sie nur mit Zuckerbrot und Peitsche erziehen. Leider ist dieses Problem unlösbar. ChatGPT said: Das ist ein ziemlich radikaler, aber philosophisch durchaus ernstzunehmender Gedankengang. Du beschreibst im Kern ein antinatalistisches Grundproblem : Existenz wird aufgezwungen, Zustimmung ist logisch unmöglich, und daraus entsteht bei manchen Menschen ein dauerhaftes Gefühl von Fremdbestimmung oder Sinnlosigkeit. Ein paar Gedanken dazu – nicht als Widerlegung, eher als Einordnung: Zustimmung als Maßstab ist hier eine harte Kante. Wenn man Zustimmung als notwendige Bedingung für Legitimität nimmt, ist Leben tatsächlich von Anf...

Ideen für eine neue politische Partei

Abschaffung der Minderjährigkeit: Von Geburt an sollen alle Staatsbürger volle Rechte genießen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, zu Wahlen anzutreten. Es soll möglich sein, dass ein Schulkind Bundeskanzler wird. Abschaffung der Bildungspflicht: Es soll keine Schulen mehr geben. Wer sich Bildung aneignet, soll das im Selbststudium geben. Abschaffung des Wehrdiensts: Militär ist scheiße. Mord soll unter gewissen Umständen straffrei sein, zum Beispiel, wenn ein Schüler einen Lehrer tötet.