Meine Beziehung zur Philosophie

Das Fernsehinterview mit Felbermayr hat mich zu dem Gedanken gebracht: Was wäre ich eigentlich gerne? Mit meiner Intelligenz stünden mir viele Türen offen. Gerne wäre ich Universitätsprofessor geworden. Aber: für welches Fach? Vielleicht wäre doch ein Philosophiestudium das Richtige gewesen, weil es das Universellste ist. Andererseits hatte das Informatikstudium den großen Vorteil, dass es einen vernünftigen Plan B gab, nämlich die Berufstätigkeit als Software-Entwickler, der ich jetzt nachgehe.

Zu meiner Beziehung zur Philosophie: Ich bin mit den Ansichten Karl Poppers zu Erkenntnistheorie und Gesellschaftspolitik aufgewachsen. Mit 12 habe ich einen ersten Versuch gewagt, Poppers Autobiografie ("Meine intellektuelle Entwicklung") zu lesen. Damals fehlte mir aber noch das nötige Grundwissen. Mit 17 hatte ich dieses. Heute fällt mir die Lektüre von Popper sehr leicht. Unter anderem habe ich Band 2 von "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" angelesen.

Mehr als mich mit dem Gedankengut anderer Denker habe ich mich allerdings mit meinen eigenen Ideen beschäftigt. Die wichtigsten sind hier zusammengefasst:

Ich bin also eher praktischer Philosoph als Rezipient philosophischer Literatur.

In einem Philosophiestudium würde ich hauptsächlich Gedanken anderer Denker kennenlernen, und als Professor für Philosophie wäre es meine Aufgabe, dieses zu verbreiten. Ich weiß nicht, ob das das Richtige für mich wäre!

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