Wie ich die Schulzeit überstanden habe
Diese Geschichte habe ich an sich schon einige Male erzählt. Ich habe von der Computerkunst-Demoszene zum ersten Mal gehört, als ich elf Jahre alt war. Da gab es nämlich ein Buch, das sich "PC Underground" nannte und von Mitgliedern der Demoszene geschrieben worden war. Was ich darin über die Szene las, faszinierte mich nicht. Was mich hingegen wesentlich mehr interessierte, waren die deutschsprachigen elektronischen Zeitschriften (Diskmags), die es damals gab. Sie standen nicht unmittelbar mit der Demoszene in Zusammenhang, sondern waren inhaltlich sehr breit aufgestellt. Es ergab sich dann, dass ich Mitherausgeber eines eigenen Diskmags wurde, und schließlich folgte ich dem allgemeinen Trend, sich inhaltlich auf Themen der Demoszene zu fokussieren. Aber die eigentlichen Demo-Kunstwerke haben mich nie großartig begeistert.
Es ist müßig, Überlegungen anzustellen, wie sich meine Zeitschrift entwickelt hätte, wenn ich die Demoszene ignoriert hätte. Tatsache ist jedenfalls, dass mir die redaktionelle Arbeit half, seelisch durch die Schulzeit zu kommen. Denn auch wenn der Unterricht manchmal eintönig war, war mir am Nachmittag nie langweilig.
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