Systematische Benachteiligung von Hochbegabten in der Medizin
Mein verstorbener Freund und Mentor Dr. Uwe Rohr vertrat die Meinung, dass Hochbegabte in der Medizin systematisch benachteiligt werden. Man will sie deswegen nicht, weil sie in der Lage sind, Fehler im System zu erkennen, und oftmals revolutionäre Ideen haben, die nicht erwünscht sind.
Ich habe in der Medizin nicht Fuß fassen können. Zwar habe ich dank Uwe an einigen wissenschaftlichen Publikationen mitarbeiten können, aber eben nur unentgeltlich - ich kann davon nicht leben. Die offizielle Begründung, warum man mich als Arzt nicht wollte: Ich sei handwerklich und sozial ungeschickt.
Auf mich übt aber die wissenschaftliche Medizin durchaus eine Faszination aus. Ich lese sehr viel darüber und mache mir Gedanken. Aber ich lebe in einer Parallelwelt. In der realen Welt sind Leute wie ich nicht erwünscht.
Ich
bin für ein Medizinstudium, in dem nicht Faktenwissen abgeprüft wird,
sondern die Studierenden gemeinsam eigene Hypothesen entwickeln und
diskutieren. Das würde nicht nur viel mehr Spaß machen, sondern auch der
Wissenschaft mehr bringen.
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