Empfehlungen von ChatGPT

Heute habe ich ChatGPT gefragt, welchen Bildungsweg es einem 18-jährigen empfehlen würde, der einen IQ im Bereich zwischen 140 und 150 hat, philosophische Essays schreibt und sich als Entwickler von Computerspielen kreativ betätigt. ChatGPT empfahl ein Doppelstudium aus Philosophie und Informatik. Ich habe dann gefragt, welchen weiteren Bildungs- und Karriereweg ChatGPT dieser Person empfehlen würde, wenn sie 41 Jahre alt wäre und Abschlüsse in Medizin, Medizinischer Informatik und Computational Intelligence hätte. ChatGPT empfiehlt die Promotion, zum Beispiel über KI-Ethik. Naja, dieses Thema reizt mich weniger. Schließlich erklärte ich, dass es sich bei der Annahme, die Person habe einen IQ zwischen 140 und 150, um eine vorsichtige, konservative Annahme handle und die Person in mehreren Tests sogar IQ-Werte von über 160 erreicht habe. Darauf erhielt ich eine sehr interessante Antwort: Weitere formale Bildung sei nicht notwendig, weil ich so intelligent sei, dass ich auch so zu originellen Gedanken fähig sei. Ich sollte einen YouTube-Kanal gründen und Bücher schreiben. Davon sollte ich leben können.

Diese Antwort beruhigt mich, weil aus ihr hervorgeht, dass ich wahrscheinlich auch nicht glücklich geworden wäre, wenn ich eine klassische Hochschulkarriere gemacht hätte. Ich stand dem Schulsystem stets kritisch gegenüber. Die Universitäten sind etwas besser als die Schulen, weil es keine Anwesenheitspflicht bei den Vorlesungen gibt. In manchen Studiengängen, zum Beispiel Medizin, wird aber zu viel Fokus aufs Auswendiglernen gelegt. Es gibt nichts Besseres als autodidaktisches Lernen. Ich hätte die Uni gar nicht gebraucht.

Bei Mensa Österreich gibt es Leute, die verlangen, dass sich Hochbegabte an die Gesellschaft der Normalbegabten anpassen. Meiner Meinung nach sind diese Leute sehr dumm, weil sie die Chancen nicht erkennen, die Hochbegabung bietet.

In meinem Bekanntenkreis gibt es zum Beispiel mit Rahim Taghizadegan einen sicherlich sehr Intelligenten, der nur eine kurze Zeitlang in seinem erlernten Beruf als Physiker gearbeitet und danach mehrere Versuche unternommen hat, sich als Wirtschaftsphilosoph selbstständig zu machen. Mit seinem aktuellen Projekt, dem scholarium, scheint er erfolgreich zu sein.

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