Debatte über Meinungsfreiheit

Mein Kommentar zu einem Posting von einem ehemaligen Neos-Politiker: Ich finde ja eigentlich, dass auch unser derzeitiges System keine liberale Demokratie ist. Eher eine Mehrparteiendiktatur. Wenn du etwas werden willst, musst du bei einer Partei sein; wenn du bei einer Partei bist, musst du die Linie der Partei vertreten. Echte Meinungsfreiheit gibt es nicht.

Weiter in der Debatte: Ich bin immer wieder erstaunt, wie Bekannte von mir aus Russland auf internationalen Websites Kritik an der Politik des Kreml üben. Freilich unter Verwendung eines Decknamen, aber für den russischen Geheimdienst sollte es kein Problem sein, die Identität dieser Personen herauszufinden.

Für mich ist es wichtig, dass in einem politischen System ein rationaler, ergebnisoffener Diskurs möglich ist. De jure gibt es in Österreich nur Einschränkungen hinsichtlich des Nationalsozialismus und religiöser Lehren. Meine Erfahrung hat mich aber gelehrt, dass es, je nachdem, in welcher Gesellschaft man sich bewegt, auch andere Dogmen und Tabus geben kann.

Ich persönlich habe immer, seit meiner Kindheit, das Problem gehabt, dass es stark negative emotionale Reaktionen bei meinem Gegenüber ausgelöst hat, wenn ich gesagt habe, was ich mir dachte. Das war sogar im Umgang mit meinen Eltern so. Es hat lange gedauert, bis ich Menschen gefunden habe, mit denen ich reden konnte.

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