"Jung. Liberal. Egoistisch."

Durch Zufall bin ich heute auf diesen Artikel gestoßen:

https://rheinmain-rechtsaussen.org/2025/10/30/jung-liberal-egoistisch/

Der Slogan "Steuern sind Raub" ist für mich ein alter Bekannter. Ihn kenne ich aus meiner Zeit, als ich mich selbst mit libertärem Gedankengut beschäftigt habe. Tatsächlich war ich während meiner Studentenzeit bei den Jungen Liberalen Österreichs Mitglied und habe später auch bei bundesweiten Wahlen für die Partei NEOS kandidiert. Mit der Zeit bin ich aber darauf gekommen, dass die meisten "Liberalen" anders ticken als ich: Ihnen geht es ums Materielle, sie wollen möglichst reich werden. Mir sind hingegen die Gedanken- und Meinungsfreiheit wichtiger, und um diese war es auch in diesen Parteien nicht gut bestellt. Mir scheint Freidenkertum überhaupt nicht mit einer Parteimitgliedschaft vereinbar zu sein. Wenn man wirklich sagen möchte, was man will, darf man sich keiner Partei anschließen.

Zum Libertarismus habe ich inzwischen ein distanziertes Verhältnis. Denn: Viele Libertäre wollen den Sozialstaat abschaffen. Auch wenn ich selbst wahrscheinlich nie vom Sozialstaat abhängig sein werde, so gibt es eben Menschen, die auf ihn angewiesen sind. Menschen, die keine Ersparnisse haben und auch keine Familie, die sie unterstützen könnten. Wenn sie keine Arbeit fänden, bliebe ihnen ohne staatliche Sozialleistungen nur die Möglichkeit, sich auf kriminelle Art und Weise zu bereichern. Und das finde ich nicht gut.

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