NEOS in der Krise (wie erwartet)
Eine Online-Zeitung berichtet heute:
https://exxpress.at/politik/neos-vor-internem-krach-umfrage-treibt-partei-in-die-gefahrenzone/
<<Nur noch 3 Prozent der Befragten geben an, die NEOS fix wählen zu wollen – ein Rückgang um einen Prozentpunkt zur letzten Umfrage. Damit fehlt der Partei eine stabile Wählerbasis. Der Einzug ins Parlament ist nicht länger sicher.>>
<<NEOS-Abgeordneter Veit Dengler stellte öffentlich die Regierungsbeteiligung infrage und erklärte, er wäre diese Koalition so nicht eingegangen. Damit wurde erstmals die strategische Linie der Parteiführung offen kritisiert.>>
Ich war 2017 bis 2021 Mitglied von NEOS. Danach spielte ich mich eine Zeit lang mit dem Gedanken, wieder einzutreten, doch mein Gesuch wurde abgelehnt, weil ich in der Zwischenzeit politische Ideen veröffentlicht hatte, die der Parteilinie nicht entsprachen. Somit bin ich parteiunabhängig und verfolge das Geschehen selbst nur aus Distanz, wohl aber nicht, ohne Mitleid zu empfinden. Ich teile die Ansicht von Veit Dengler, dass der Eintritt in eine Regierungskoalition ein strategischer Fehler für eine liberale Partei war, weil sie auf diese Weise gezwungen ist, Kompromisse einzugehen. NEOS droht dasselbe Schicksal wie der bundesdeutschen FDP, die jetzt nicht einmal mehr im Bundestag vertreten ist. Eine echt liberale Partei muss kompromisslos sein und nötigenfalls so lange in Opposition bleiben, bis eine Alleinregierung möglich ist.
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