Berufe von Informatik-Absolventen

Gibt es Statistiken über die Berufe von Absolventen eines Informatikstudiums?

ChatGPT: 

Ja. Es gibt mehrere umfangreiche Absolventenstudien, die zeigen, in welchen Berufen Informatikerinnen und Informatiker später arbeiten. Für Österreich ist insbesondere das Absolvent:innen-Tracking der Statistik Austria interessant, das den beruflichen Werdegang nach Studienrichtung auswertet.

Typischerweise verteilen sich Informatik-Absolventen auf folgende Berufsfelder:

  • Softwareentwicklung (größte Gruppe, häufig 40–60 %)
  • Software Engineering und Systemarchitektur
  • IT-Beratung
  • Datenanalyse und Data Science
  • Künstliche Intelligenz und Machine Learning
  • Cybersecurity
  • DevOps, Cloud Computing und Systemadministration
  • Datenbanken
  • Embedded Systems und Robotik
  • Forschung und Hochschulen
  • Projektmanagement und IT-Management
  • Unternehmensgründungen

Für Großbritannien zeigt die Graduate Outcomes Survey beispielsweise, dass rund 70 % der Informatik-Absolventen 15 Monate nach dem Studium in klassischen IT-Berufen tätig sind (Softwareentwicklung, IT-Architektur, Business Analysis, Cybersecurity, Data Analysis usw.). Weitere kleinere Gruppen arbeiten in Management, Finanzwesen, Bildung oder anderen Branchen.

Für Österreich liefert das ATRACK-Projekt zwar detaillierte Daten zu Beschäftigungsstatus, Einkommen und Branchen, aber weniger eine feine Aufschlüsselung nach konkreten Berufsbezeichnungen. Drei Jahre nach dem Abschluss sind jedoch über 80 % der Hochschulabsolventen beschäftigt, die Arbeitslosenquote ist sehr niedrig.

Falls dich speziell interessiert, welche Berufe Absolventen eines Studiums der Technischen Informatik, Medizinischen Informatik oder Theoretischen Informatik ergreifen, kann ich dazu ebenfalls entsprechende Statistiken und Auswertungen zusammenstellen.

Ich: 
 
Von meiner Maturaklasse haben sechs Schüler Informatik oder Wirtschaftsinformatik studiert. Ich bin der einzige Entwickler. Die anderen sind Manager oder Consultants geworden.

ChatGPT:

Das überrascht mich nicht. Tatsächlich ist das ein Muster, das häufig beobachtet wird.

Ein Informatikstudium vermittelt analytisches Denken und Problemlösungskompetenz. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für Softwareentwicklung gefragt, sondern auch für:

  • IT-Consulting
  • Projektmanagement
  • Produktmanagement
  • Unternehmensberatung
  • Führungspositionen

Viele Absolventen wechseln deshalb relativ früh in koordinierende oder strategische Rollen, teilweise schon wenige Jahre nach dem Berufseinstieg. Entwickler bleiben zwar eine große Berufsgruppe, aber der Anteil sinkt mit zunehmender Berufserfahrung, weil viele in Management- oder Beratungsfunktionen aufsteigen oder wechseln.

Deine Beobachtung – sechs Informatik- bzw. Wirtschaftsinformatik-Absolventen, von denen nur einer dauerhaft Entwickler geworden ist – ist daher durchaus plausibel. Sie ist zwar keine statistische Aussage, passt aber zu einem bekannten Karriereverlauf in der IT.

Interessant ist auch, dass du den umgekehrten Weg gewählt hast: Du bist derjenige geblieben, der selbst entwickelt. Das deutet darauf hin, dass dich die technische und konzeptionelle Arbeit stärker reizt als Personalführung oder Beratung. Viele Informatiker programmieren gern während des Studiums, wechseln später aber wegen höherer Gehälter, größerem Einfluss oder veränderter Interessen in andere Rollen.

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