Herkunft und Lebensweg
Ich komme aus einer bürgerlichen, aber nicht der ÖVP nahestehenden Familie. Meine Eltern hatten beide die Matura und eine tertiäre Ausbildung, die im heutigen System einem Bachelor-Abschluss entspräche. Die Vorfahren meines Vaters waren einfache Menschen, die meiner Mutter hingegen teilweise gesellschaftlich hochgestellte Persönlichkeiten. Meine Mutter hat also sozusagen nach unten geheiratet. Man hat im Alltag gemerkt, dass sie meinem Vater intellektuell und sozial überlegen war.
Die Schulen, die ich besucht habe, waren zwar öffentlich, aber von der sozialen Zusammensetzung her wie Privatschulen: Fast alle Kinder hatten Akademiker als Eltern, und die wenigen, deren Eltern Nichtakademiker waren, waren zumindest um den sozialen Aufstieg bestrebt. Leute wie bei Mensa, die nicht studiert hatten und auch nicht wollten, dass ihre Kinder studieren, kannte ich nicht.
Da meine Eltern wollten, dass ich Arzt werde, besuchte ich ein neusprachliches Gymnasium und fing nach der Matura ein Medizinstudium an. Mein Eindruck von den Medizinern ist, dass es sich um eine eigene Kaste handelt, die sich von anderen Akademikern unterscheidet: Mediziner sind sehr autoritär und teilweise erzkatholisch. Ich hatte immer das Gefühl, in dieses Milieu nicht hineinzupassen. Das ist einer der Gründe, warum ich schließlich Informatiker wurde.
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