Studienwahl
Das Medizinstudium hat mir zwar Wissen über Medizin eingebracht, aber karrieretechnisch war es schlecht, dass ich dieses Studium absolviert habe. Denn für Medizinabsolventen, die rein als Forscher arbeiten, gibt es nur sehr wenige Stellen, und für den Arztberuf bin ich nicht geeignet.
In Myers-Briggs-Persönlichkeitstests erreiche ich meistens mehr Punkte für P als für J. Das erklärt, dass ich mir nie wirklich konkrete Gedanken über meine berufliche Zukunft gemacht habe. Am Gymnasium habe ich einfach in den Tag hinein gelebt, ohne an die Matura zu denken. Dass ich die Matura bestehen würde, war aber sehr wahrscheinlich, weil meine Eltern beide ebenfalls die Matura haben. Im Medizinstudium war ich mir hingegen immer unsicher, ob ich das Studium schaffen würde. Im zweiten Semester meldete ich mich für den Mensatest an, weil das das einzige mir bekannte Instrument für eine Prognose des Studienerfolgs war. Nach Bestehen des Tests dachte ich mir, es wäre eine Schande, wenn ich das Studium nicht schaffte. Das war meine Hauptmotivation dafür, bis zur Promotion durchzuhalten.
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