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Der Aufstieg Haiders

<<Haider hatte am 13. September 1986 beim FPÖ-Parteitag im Innsbrucker Kongresshaus ein politisches Erdbeben ausgelöst. Dem damaligen Kärntner Landesparteiobmann gelang es, dem amtierenden Parteiobmann und Vizekanzler Steger die Führung der Partei zu entreißen. Haider setzte sich damals mit 57,7 Prozent der Delegiertenstimmen durch und wurde anschließend von seinen Anhängern und Anhängerinnen gefeiert. Am Tag darauf kündigte der damalige SPÖ-Kanzler Franz Vranitzky die rot-blaue Koalition auf, es folgte eine Neuwahl. Bei dieser verdoppelte Haider die Stimmen der FPÖ auf 9,7 Prozent. Im Laufe der weiteren Jahre wurde die FPÖ unter Haider zur dritten politischen Kraft neben ÖVP und SPÖ. Der gebürtige Oberösterreicher formte aus einer kleinen nationalliberalen Honoratiorenpartei eine populistische Massenbewegung.>> https://tirol.orf.at/stories/3370865/ Den Aufstieg Haiders habe ich als Kind und Jugendlicher miterlebt. Mir war aber nie ganz klar, warum seine fremdenfeindliche H...

Argentiniens Bevölkerung

Argentinien hat ja eine überwiegend weiße Bevölkerung. Wenn man von der Argumentation vieler AfD-Wähler ausginge, müsste es doch hinsichtlich Wirtschaft und Lebensqualität mit Europa vergleichbar sein. Ich habe mich mit ChatGPT unterhalten, warum dem nicht so ist. ChatGPT: Nicht die spanische Sprache selbst, sondern möglicherweise bestimmte historische, institutionelle und politische Traditionen, die in Teilen der spanischsprachigen Welt entstanden sind, könnten die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst haben. Allerdings wäre es wissenschaftlich falsch, daraus eine allgemeine Regel abzuleiten. Argentinien, Uruguay und Kuba haben sehr unterschiedliche politische und wirtschaftliche Geschichten. Besonders bemerkenswert ist, dass Argentinien um 1900 wirtschaftlich wesentlich näher an Australien lag als heute. Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger, warum Argentinien nicht von Anfang an so reich wie Australien war, sondern vielmehr: Warum konnte Argentinien seinen frühen wirtscha...

Meine politische Sozialisation

Ich wurde 1983 in Wien geboren. Dort ist seit 1945 die SPÖ am Ruder. Damals stellte sie auch den Bundeskanzler, zuerst in einer Koalition mit der FPÖ, dann lange Zeit mit der ÖVP. Mag sein, dass die SPÖ ursprünglich mit dem Ziel gegründet worden ist, einen Gegenentwurf zum Kapitalismus darzustellen. Ehrlich gesagt, vermag ich das nicht zu beurteilen. Ich nahm sie immer nur als Regierungspartei wahr, die die offizielle Denkweise des Landes prägte. Jedenfalls assoziierte ich das Weltbild, das ich in der Schule vermittelt bekam, mit der SPÖ. Ich fand bereits im Volksschulalter eher das Liberale Forum sympathisch, war mir aber bewusst, dass ich damit nur einer kleinen Gruppe angehörte. Als dann die ÖVP den Vorsitz im Bund übernahm, war ich mir unsicher, ob ich in der Öffentlichkeit nun eher die Parteilinie der ÖVP vertreten sollte oder nach wie vor die in der Schule erlernte Parteilinie der SPÖ. Da ich dann aber im Medizinstudium in ein ÖVP-nahes Umfeld geriet, versuchte ich mich anzupasse...

Autodidakten

Zu Mensa bin ich ursprünglich vor allem gegangen, weil ich am Aufnahmetest interessiert war. Es gab aber auch einen Grund, warum ich zunächst glaubte, dort gute Leute anzutreffen: Ich habe mir schon in sehr jungen Jahren viel Wissen und Können im Selbststudium angeeignet. Deswegen war mir klar, dass man nicht unbedingt an einer Universität studiert haben muss, um ein Fachmann zu sein. Von den Mensaner erwartete ich, dass diejenigen, die formal weniger gebildet waren, sich dafür umso mehr autodidaktisch angeeignet hätten. Das war eigentlich der Grund, warum ich einen Verein, der nach dem IQ selektiert, für sinnvoll hielt. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich dort überwiegend auf desinteressierte und bildungsfeindliche Menschen stoßen würde. In meiner Jugend hatte ich immer wieder das Problem, von anderen Personen nicht verstanden zu werden. So ging es mir auch bei Mensa. Als dann ein Mitschüler vom Gymnasium Mensa ebenfalls beitrat, wurde mir klar, dass die Mensaner gar nicht inte...

Meine Projekte

Im Jahr 1992, als ich acht Jahre alt war, begann ich, mir mit Hilfe von Zeitschriften und Büchern Programmierkenntnisse in der Sprache BASIC anzueignen. Zuerst arbeitete ich mit dem Commodore 64, später dann mit dem PC (QBasic, Quick Basic, Power Basic). Zwischen meinem achten und meinem zwölften Geburtstag entstanden ein Actionspiel (The Bad Bat), zwei Abenteuerspiele (Tyrwago in Astrein World und Die Reise zum Mond) und eine Wirtschaftssimulation (die leider nicht erhalten geblieben ist). Parallel fing ich an, für deutsche Computerzeitschriften zu schreiben. Mein erster Artikel war eine Rezension des Sega-Mega-Drive-Spiels The Story of Thor und wurde in der Zeitschrift SEGA Magazin abgedruckt, als ich zehn Jahre alt war. Im Alter von elf Jahren wurde ich regelmäßiger Autor beim PC-Heimwerker und dem Computer Flohmarkt. Als Zwölfjähriger entwickelte ich für einen Brieffreund eine grafische Benutzeroberfläche für eine elektronische Zeitschrift (ein Diskmag) und wurde daraufhin zum Mith...

Die "reale" Welt

Oft lese ich, dass die aktuelle Entwicklung auf dem Gebiet der Artificial Intelligence zu schnell vonstatten gehe. Ich denke darüber anders. Für mich ist der wissenschaftlich-technische Fortschritt viel zu langsam. Mir ist einfach viel zu oft in meiner Freizeit langweilig. Schon als Kind habe ich von der "realen" Welt den Eindruck gehabt, dass diese langweilig sei, und mich deswegen in Fantasiewelten geflüchtet - Comics, Zeichentrickfilme, später Computerspiele, dann die Demoszene. Ich glaube, ich werde das auch jetzt tun müssen.

Einkünfte über meine Bücher

Der GRIN-Verlag hat einige Bücher von mir publiziert, darunter "Physik verstehen - Zusammenhänge erkennen statt auswendig lernen". Das Buch ist zwar ein Ladenhüter, aber ab und zu wird doch ein Exemplar verkauft. Jetzt habe ich festgestellt, dass der GRIN-Verlag bislang meine Bankverbindung nicht kannte. Deswegen habe ich seit 2008 keine Honorare überwiesen bekommen. Nun werde ich nach dem nächsten Quartal wahrscheinlich etwas mehr als EUR 50 erhalten. Das ist natürlich viel zu wenig, um davon leben zu können - EUR 50 in 18 Jahren!